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Mönchengladbach: Verdächtige in U-Haft

Die Ermittlungskommission Awari führte zu zahlreichen Durchsuchungen und Festnahmen in Deutschland und den Niederlanden.

Foto: Depositphotos

Viersen / Mönchengladbach / Krefeld / Heinsberg / Niederlande (ost)

Am Mittwoch, den 15. Juli, gaben die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei Mönchengladbach zusammen mit Europol Informationen über zahlreiche Durchsuchungen bekannt, die Teil der Ermittlungskommission Awari sind, die im Polizeipräsidium Mönchengladbach geführt wird.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6314677 [presseportal.de] Informationen von Europol finden Sie hier: https://www.europol.europa.eu/media-press/newsroom [europol.europa.eu]

Die Polizei Mönchengladbach durchsuchte zusammen mit Europol-Ermittlern mehrere Wohnungen und Lagerstätten. Diese umfassen eine Adresse in Mönchengladbach, zwei im Kreis Viersen und sieben im Kreis Heinsberg. Drei weitere befinden sich in den Niederlanden und wurden von der örtlichen Polizei durchsucht. Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen neun Personen deutscher und niederländischer Staatsangehörigkeit, die verdächtigt werden, mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen gehandelt zu haben. Gegen drei dieser Personen wurden im Vorfeld Haftbefehle von der Staatsanwaltschaft Krefeld erwirkt, die im Rahmen der Maßnahmen vollstreckt wurden. Alle drei befinden sich nun in Untersuchungshaft – zwei in Deutschland und eine in den Niederlanden. Drei weitere Männer wurden vorläufig festgenommen. Nach gemeinsamer Prüfung der Haftgründe mit der Staatsanwaltschaft wurden zwei von ihnen inzwischen freigelassen. Der dritte wurde am Donnerstag, den 16. Juli, einem Haftrichter am AG Krefeld vorgeführt. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete Untersuchungshaft an.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in angemieteten Hallenlaboren Amphetamine hergestellt zu haben. Auch die illegale Entsorgung der dabei entstandenen giftigen Produktionsabfälle (sogenanntes Dumping) ist Gegenstand des Verfahrens, an dem die Gemeinsame Grundstoffüberwachungsstelle beim Bundeskriminalamt beteiligt ist. Polnische Ermittler nahmen ebenfalls am morgendlichen Einsatz teil, da auch die Herkunft und Beschaffung der Grundstoffe für die illegale Produktion Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind.

Die Kriminalpolizei Mönchengladbach stellte umfangreiche Beweismittel an den verschiedenen Einsatzorten sicher, darunter mehrere Schusswaffen (einschließlich einer Maschinenpistole), eine insgesamt fünfstellige Bargeldsumme, Kilogramm Cannabis und die Produktions- sowie Abfallstoffe in den durchsuchten Lagerhallen. Eine davon – in Niederkrüchten im Kreis Viersen – erwies sich wie vorab von den Ermittlern eingeschätzt als Labor. Am Morgen des Einsatzes waren neben einem Spezialeinsatzkommando für die Festnahme auch die örtliche Feuerwehr sowie eine spezialisierte Einheit der Berufsfeuerwehr (ATF) und Experten des LKA im Einsatz, um den Bereich unter anderem auf austretende Gase zu überprüfen. Anschließend sicherte die Kriminaltechnik der Polizei Mönchengladbach mögliche Spuren. Zum Umfang der illegalen Produktion synthetischer Drogen können derzeit keine genaueren Angaben gemacht werden, da die wissenschaftliche Auswertung der Funde noch läuft. (et)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023 zurück. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland bleibt Nordrhein-Westfalen weiterhin die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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