Ein mutmaßlicher Drogenhändler wurde in Mülheim an der Ruhr festgenommen, nachdem Beamte Verkaufseinheiten mutmaßlicher Betäubungsmittel bei ihm fanden.
Mülheim an der Ruhr: 37-Jähriger festgenommen nach Drogenhandel

Essen (ost)
45468 MH.-Altstadt II: Am Montag Nachmittag (10. August) wurde ein Verdächtiger Drogenhändler nach kurzer Flucht von Beamten des Projekts S.I.E. (Sicherheit Styrum, Innenstadt, Eppinghofen) festgenommen. Bei dem 37-Jährigen wurden mehrere Verkaufseinheiten vermutlicher Betäubungsmittel gefunden. Eine nachfolgende Durchsuchung der Wohnung führte zur Sicherstellung weiterer Betäubungsmittel und Bargeld.
Um 17:15 Uhr patrouillierten die Beamten in der Umgebung der Charlottenstraße. Dort beobachteten sie einen bisher unbekannten Mann, der ein örtliches Café verließ und offensichtlich etwas per Handschlag mit einem anderen Mann austauschte. Anschließend ging der 37-Jährige über die Charlottenstraße in Richtung Schreinerstraße.
Als der Verdächtige die Beamten bemerkte, flüchtete er plötzlich. Nach kurzer Verfolgung konnten die Beamten den Mann stoppen und ihm Handschellen anlegen. In seiner Hand fanden sie 35 Euro Bargeld. In einer Hosentasche befand sich zudem eine Druckverschlusstüte mit vermutlichem Marihuana.
Um seine Identität zweifelsfrei festzustellen, brachten die Beamten den Mann zur Polizeiwache. Dort wurden seine Personalien identifiziert. Als die Beamten ihm mitteilten, dass er nun nach weiteren Betäubungsmitteln durchsucht werde, übergab er freiwillig fünf weitere Druckverschlusstüten mit vermutlichem Marihuana. Insgesamt hatte der Hildener rund 5,3 Gramm (netto) Marihuana bei sich.
Bei der folgenden Durchsuchung seiner Person fanden die Beamten zudem 23 Bubbles mit insgesamt rund 5,86 Gramm (netto) vermutlichem Kokain sowie eine weitere Substanz mit einem Gewicht von etwa 2,54 Gramm (netto).
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter des Amtsgerichts Mülheim einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Verdächtigen. Noch am selben Abend vollstreckten die Beamten des Projekts S.I.E. den Beschluss. Dabei stellten sie rund 2.640 Euro Bargeld sowie etwa 23,4 Gramm (netto) vermutliches Marihuana sicher.
Das zuständige Kriminalkommissariat ermittelt nun wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. /RB
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56367 Verdächtige, darunter 49610 Männer, 6757 Frauen und 16655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73917, wobei 65532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57879 Verdächtige, darunter 51099 Männer, 6780 Frauen und 18722 Nicht-Deutsche. Nordrhein-Westfalen hatte im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








