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Mülheim: Brandstiftung im Severins-Viertel – Weitere Festnahmen

Die Polizei Köln hat zwei weitere Tatverdächtige im Fall der Brandstiftung festgenommen, bei der im Oktober 2018 zwei Menschen ums Leben kamen.

Foto: Depositphotos

Köln (ost)

Zusatz zu den Pressemitteilungen vom

15. September 2025, Nummer 1: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6117398

24. Oktober 2025, Nummer 1: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6144614

24. März 2026, Nummer 1: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6241914

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln informieren:

Beamte der Kölner Polizei haben am frühen Dienstagmorgen (12. Mai) mehrere Wohnungen in Köln-Mülheim, der Innenstadt und Frechen durchsucht und zwei Männer im Alter von 31 und 46 Jahren gemäß Haftbefehlen festgenommen. Sie werden verdächtigt, an der Brandstiftung im Severins-Viertel beteiligt gewesen zu sein, bei der im Oktober 2018 zwei Menschen ums Leben kamen.

Im Oktober 2025 wurde bereits ein damals 31-jähriger Mann von der Polizei Köln festgenommen, dem vorgeworfen wird, das Feuer gelegt zu haben. Nachdem der Mordfall in der Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ behandelt wurde, meldete sich ein Bekannter des 31-Jährigen mit entscheidenden Informationen, die zur Festnahme führten.

Nach umfangreichen Ermittlungen der EG „Magda“ konnten die beiden vermuteten Komplizen von der Polizei identifiziert werden. Der 46-jährige Mann soll dem damals Festgenommenen vor der Tat Brandbeschleuniger und Hilfsmittel übergeben haben. Der Haftbefehl lautet auf Beihilfe. Gegen den zweiten mutmaßlichen Mittäter wurde unter anderem wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes ein Haftbefehl erlassen. Er soll unmittelbar an der Brandstiftung beteiligt gewesen sein.

Die durchsuchten Wohnungen werden den Männern und weiteren Zeugen zugeordnet. Aufgrund von Hinweisen, die darauf hindeuteten, dass Beweismittel vergraben sein könnten, waren bei der Durchsuchung in Frechen unter anderem ein Datenspeicherspürhund sowie eine technische Einsatzgruppe beteiligt.

Die Ermittler haben knapp 20 Mobiltelefone sichergestellt, deren Inhalt nun ausgewertet wird. (bg/ts)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 518 auf 671, wobei die meisten männlichen Verdächtigen waren. Insgesamt wurden 206 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022 und 310 im Jahr 2023 erfasst. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland, mit insgesamt 470 aufgezeichneten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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