Die Polizei ordnet dem Tatverdächtigen zwei Einbrüche zu, darunter in ein Restaurant und ein Sportgeschäft.
Münster: 22-Jähriger in Haft nach räuberischem Diebstahl

Münster (ost)
Nachdem die Polizei einen 22-Jährigen am Montag (02.02.) nach einem räuberischen Diebstahl in einem Sportgeschäft festgenommen hatte, konnte sie ihm ebenfalls zwei weitere Einbrüche nachweisen. Der Tatverdächtige ist nun in Haft.
Ersten Erkenntnissen zufolge brach der Tatverdächtige zwischen Sonntagabend (01.02., 23:00 Uhr) und Montagmorgen (02.02., 09:40 Uhr) in ein Restaurant an der Warendorfer Straße ein. Dort entwendete er mehrere elektronische Geräte und flüchtete zunächst unerkannt. Polizisten sicherten vor Ort die Aufnahmen einer Überwachungskamera. Am Montagmittag (02.02., 12:15 Uhr) meldeten Mitarbeiter eines Sportgeschäfts an der Stubengasse einen räuberischen Diebstahl. Zeugenaussagen zufolge beobachteten sie einen 22-Jährigen, wie dieser eine Kopfbedeckung nahm und das Geschäft verließ, ohne zu bezahlen. Die Zeugen folgten dem Mann und stellten ihn an der Schützenstraße. Daraufhin drohte der 22-Jährige den Zeugen mehrfach körperliche Gewalt an.
Hinzugerufene Polizeibeamtinnen nahmen den 22-Jährigen vor Ort vorläufig fest.
Eine Auswertung seiner mitgeführten Gegenstände und des Videomaterials des vorangegangenen Einbruchs ergab, dass der 22-Jährige für den Einbruch in der Warendorfer Straße ebenfalls tatverdächtig ist.
Die Ermittler werteten weiteres Kameramaterial aus und konnten den 22-Jährigen auch für einen Einbruch am vergangenen Mittwoch (28.01., 00:15 Uhr) in der Überwasserstraße in eine Gaststätte als Tatverdächtigen ausmachen.
Ein Richter folgte am Dienstag (03.02.) dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl gegen den polizeibekannten Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit.
„Der schnelle Erfolg zeigt einmal mehr, wie akribisch und gut die Zusammenarbeit aller Kolleginnen und Kollegen bei uns funktioniert und dadurch professionell Zusammenhänge zwischen Taten erkannt und Tatverdächtige ermittelt werden“, freute sich Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2.789 im Jahr 2022 auf 3.069 im Jahr 2023. Davon waren 2.344 männliche Verdächtige und 445 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2.614 männliche und 455 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 im Jahr 2022 auf 1.451 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen die meisten Einbruchsfälle in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 27.061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 auf 310 stieg. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 registrierte Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen zu den Regionen mit den höchsten Mordraten in Deutschland gehört.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








