Polizisten nehmen Mann in Gewahrsam nach tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, der Mann war unter Drogeneinfluss und wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen
Münster: 27-Jähriger greift Polizisten mit Luftpumpe an

Münster (ost)
Aufgrund eines gewalttätigen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte an der Kreuzung Hohenzollernring/Warendorfer Straße wurde ein 27-jähriger obdachloser Mann von Polizisten am frühen Freitagmorgen (15.05., 01:33 Uhr) in Gewahrsam genommen.
Ursprünglich wurde die dreiköpfige Streifenwagenbesatzung wegen des Verdachts auf Körperverletzung alarmiert und zur Kreuzung entsandt. Bei ihrer Ankunft am Einsatzort fanden sie verschiedene Baken und Baustellenabsperrungen vor, die verkehrsgefährdend auf alle vier Spuren der Warendorfer Straße geworfen worden waren. Der 27-Jährige überquerte die Warendorfer Straße, hielt eine Handluftpumpe in der Hand und schien unter dem Einfluss von Drogen zu stehen.
Nach aktuellen Erkenntnissen näherte sich der 27-Jährige den Beamten, als sie ihn ansprachen. Er ignorierte die Aufforderung, die Luftpumpe abzulegen. Stattdessen schlug er in der Nähe der Polizisten damit in die Luft. Als sie versuchten, ihn zu Boden zu bringen und zu fixieren, schlug der 27-Jährige einen der Beamten mit der Luftpumpe. Die beiden anderen Polizisten drohten daraufhin mehrmals damit, das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) einzusetzen, und forderten den 27-Jährigen auf, die Luftpumpe fallen zu lassen und sich auf den Boden zu legen. Da er dieser Aufforderung nicht nachkam, hinter seinen Rücken griff und dabei zwei Mal „Messer“ rief, setzten die Beamten schließlich das DEIG ein. Der 27-Jährige wurde zu Boden gebracht und fixiert. Bei der anschließenden Durchsuchung des bulgarischen Staatsangehörigen fanden die Polizisten keine gefährlichen Gegenstände. Der 27-Jährige wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879. Darunter waren 49610 männliche Verdächtige und 6757 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








