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Münster: Autokorso und Verkehrsstraftaten nach WM-Spiel

In der Nacht nach dem WM-Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste kam es zu einem Autokorso am Ludgeriplatz. Feiernde blockierten den Verkehr, es gab Unfälle und Straftaten.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (21.06.) bildete sich nach dem Ende des WM-Fußballspiels Deutschland gegen die Elfenbeinküste am Ludgeriplatz ein Autokorso.

Circa 400 Feiernde und knapp 200 Fahrzeuge versammelten sich am Kreisverkehr und brachten den Verkehr in der Umgebung zeitweise zum Stillstand. Die Menschen feierten fröhlich. Einige Personen aus der Menge zündeten unter anderem Feuerwerk.

Ein bisher unbekannter E-Scooter-Fahrer fuhr gegen 00:30 Uhr mit einem gelben Leih-E-Scooter im Kreisverkehr des Ludgeriplatzes. Der Mann stürzte in der Nähe eines haltenden KIA, wobei der E-Scooter mit dem Auto kollidierte und beschädigt wurde. Der Unbekannte gab an, sich leicht an der Hüfte verletzt zu haben, und entfernte sich dann, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Um 00:38 Uhr fuhr ein 32-Jähriger mit seinem VW auf der Hammer Straße in Richtung Ludgeriplatz. Kurz vor dem Kreisverkehr stieß der VW-Fahrer mit einem am Straßenrand geparkten Peugeot zusammen. Der 32-Jährige flüchtete. Die hinzugezogenen Polizisten stoppten den Mann im Kreisverkehr. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,4 Promille. Außerdem besaß er keine gültige Fahrerlaubnis. Der deutsche Staatsbürger erwartet nun ein umfassendes Strafverfahren.

Im Rahmen des Autokorsos kam es außerdem zu einem Auffahrunfall im Kreisverkehr, bei dem niemand verletzt wurde.

„Die überwiegende Mehrheit der Menschen hat den Sieg friedlich und ausgelassen gefeiert. Allerdings mussten wir auch feststellen, dass einzelne Personen durch ihr Verhalten die Sicherheit anderer gefährdet haben. Verkehrsunfälle, Fahrerfluchten, das Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss sowie der unsachgemäße Umgang mit Pyrotechnik sind keine Begleiterscheinungen einer Feier, sondern Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die konsequent verfolgt werden. Unser Dank gilt den vielen Feiernden, die verantwortungsbewusst unterwegs waren. Gleichzeitig appellieren wir an alle Verkehrsteilnehmenden: Feiern und Rücksichtnahme schließen sich nicht aus. Wer Alkohol konsumiert, lässt das Fahrzeug stehen. Sicherheit und Rücksichtnahme haben auch in den Momenten der Freude oberste Priorität“, bilanziert Polizeipräsidentin Dorndorf.

Schon am Samstagabend (20.06.) gegen 22:25 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei eine Person mit einem Messer in der Kreuzstraße. Die Polizisten fanden den Mann sitzend in einem Hauseingang vor. Die Einsatzkräfte stellten das mitgeführte Gemüsemesser und das aufgefundene Amphetamin des 34-jährigen Mannes sicher. Der bulgarische Staatsbürger erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln.

„Wo viele Menschen zusammenkommen, sind Messer absolut tabu. Für solche Gegenstände gilt eine klare Regel: Zuhause lassen!“, so Polizeipräsidentin Dorndorf.

Quelle: Presseportal

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