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Münster: Betrug durch „Falscher Bankmitarbeiter“

Ein 72-jähriger Mann aus Münster wurde am Telefon betrogen. Der Täter gab sich als Bankmitarbeiter aus und erlangte Zugriff auf das Konto des Opfers.

Foto: unsplash

Münster (ost)

Am Mittwoch (30.07.) gelang es einem bislang unbekannten Täter, sich Zugang zum Konto eines 72-jährigen Mannes aus Münster zu verschaffen und Geld abzubuchen, indem er sich als „Falscher Bankmitarbeiter“ ausgab.

Der Geschädigte erhielt einen Anruf von einer Mobilfunknummer, bei dem der Anrufer vorgab, ein Mitarbeiter seiner Hausbank zu sein. Der Betrüger behauptete, dass das Konto des 72-Jährigen gehackt und mit einem Trojaner infiziert sei. In einem anschließenden zweistündigen Telefonat gewann der Täter das Vertrauen des Münsteraners, indem er behauptete, dass auch andere Kunden der Bank betroffen seien. Der Betrüger nannte sogar den echten Namen eines Bankmitarbeiters der Hausbank. Die erforderlichen Informationen hatte der Anrufer wahrscheinlich zuvor einfach im Internet gesucht. Im Verlauf des Gesprächs ließ sich der Täter den Zugang zum Handy des Münsteraners freischalten und ermöglichte so den Zugriff auf das Onlinebanking des Geschädigten.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und empfiehlt: Seien Sie immer skeptisch – auch bei bekannten Rufnummern! Legen Sie auf und kontaktieren Sie sofort Ihr Bankinstitut. Geben Sie niemandem Zugriff auf Ihr Konto oder Ihr Mobiltelefon. Geben Sie keine persönlichen Informationen wie Telefonnummern, Adressen, Bankdaten oder Ähnliches weiter. Installieren Sie keine angeforderten Apps auf Ihrem Mobiltelefon, da Sie den Tätern dadurch Zugriff auf Ihr Onlinebanking und somit auf Ihr Vermögen gewähren.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen höher war als die der weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb relativ konstant bei etwa 2000 Fällen. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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