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Münster: Diensthündin Frieda stellt Brüder nach Einbruchsversuch

Die Tat ereignete sich in Angelmodde in der Nacht zu Sonntag (01.11., 01:00 Uhr). Ein 17-Jähriger wurde leicht verletzt, ein dritter Tatverdächtiger entkam.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

In der Nacht auf Sonntag (01.11., 01:00 Uhr) versuchten drei Tatverdächtige, in einen Supermarkt in Angelmodde einzudringen. Mithilfe der Diensthündin Frieda stellte die Polizei zwei minderjährige Flüchtende im Alter von 15 und 17 Jahren. Bei der Festnahme erlitt der 17-Jährige leichte Verletzungen. Der dritte Tatverdächtige entkam unerkannt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Ersten Erkenntnissen zufolge wurde ein 44 Jahre alter Anwohner durch ein lautes Geräusch aus dem Schlaf gerissen. Durch sein Fenster sah er drei vermummte Personen am Eingang des Supermarktes. Einer der Täter schleuderte wiederholt einen großen Stein gegen den Haupteingang und brach die Tür aus ihrer Verankerung. Anschließend verständigte der Zeuge die Polizei.

Bei der Ankunft der Einsatzkräfte liefen die Jugendlichen in Richtung des Hinterhofs des Supermarktes davon. Ein Diensthundführer stellte gemeinsam mit seiner Diensthündin Frieda die beiden 15 und 17 Jahre alten Verdächtigen in Tatortnähe. Der 17-Jährige hatte sich in einem Gebüsch verborgen, wo Frieda ihn fand und fasste. Hierbei erlitt er eine leichte Verletzung am Bein. Der dritte Täter, dessen Identität bislang unbekannt ist, konnte entkommen.

Die Tatverdächtigen erbeuteten nichts, verursachten aber einen Sachschaden an der Eingangstür. Die festgenommenen 15- und 17-Jährigen sind Brüder und der Polizei bereits einschlägig bekannt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Beamten den 15-Jährigen seinem Vater. Der 17-Jährige erhielt in einem Krankenhaus eine ambulante Behandlung.

Die Polizei fahndet nun nach dem dritten, geflüchteten Täter und bittet Zeugen mit Hinweisen zu dieser Person, sich unter der Telefonnummer (0251) 275-0 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der registrierten Mordfälle von 380 im Jahr 2022 auf 470 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 23,7 Prozent. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 2023 im bundesweiten Vergleich die meisten Fälle. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 357 auf 443. Zugleich stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 518 auf 671: 2022 waren 458 männlich und 60 weiblich, 2023 waren es 596 Männer und 75 Frauen. Die Zahl der nicht deutschen Tatverdächtigen nahm von 206 auf 310 zu.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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