Polizei, Stadt und Beratungsstellen arbeiten zusammen, um Opfer besser zu schützen. Fallkonferenzen bei Hochrisikofällen ermöglichen schnelles Handeln und effektive Maßnahmen.
Münster: Gemeinsames Handeln stärkt Schutz bei häuslicher Gewalt

Münster (ost)
Gemeinsam nehmen Polizei, Stadt und Beratungsstellen einen weiteren Meilenstein zum besseren Schutz vor Häuslicher Gewalt.
Am 3. September hat in Münster eine behörden- und institutionsübergreifende Fallkonferenz zu Hochrisikofällen häuslicher Gewalt stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter aus Polizei, Beratungsstellen, Justiz, Gesundheitswesen und weiteren Einrichtungen kamen zusammen, um konkrete Einzelfälle zu besprechen und Lösungen zum Schutz Betroffener zu vereinbaren.
Ziel dieses Formats ist es, Betroffene von häuslicher Gewalt noch besser zu schützen – durch abgestimmtes, schnelles und gemeinsames Handeln.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Schutz
“Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Jedes Opfer ist eines zu viel. Der Schutz von Opfern – häufig Frauen – ist leider immer noch stark verbesserungsfähig. Es handelt sich um ein komplexes gesellschaftliches Problem, das wir nur gemeinsam verbessern können”, machte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf klar. “Das Format der Fallkonferenz bietet einen strukturierten Rahmen, um in besonders schweren Fällen alle relevanten Informationen zusammenzuführen und konkrete Hilfs-Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen.”
Schnelles Handeln bei Hochrisikofällen
Die Polizei Münster hat im Jahr 2026 eine landeweite Rahmendienstanweisung mit einer eigenen Dienstanweisung konkretisiert. Treiber für den besseren Schutz von Opfern häuslicher Gewalt ist die Instanbul Konvention, die in nationales Recht umge-setzt wird. Die Dienstanweisung sieht vor, dass bei sogenannten Hochrisikofällen kurzfristig Fallkonferenzen einberufen werden können – innerhalb von 24 Stunden.
So kann Schutz effektiver und schneller eingeleitet werden.
Vertrauen durch Transparenz und Kooperation
Die beteiligten Institutionen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bestmöglich zu schützen und ihnen verlässliche Unterstützung anzubieten.
Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf betont: “Die enge Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Hilfsangebote besser ineinandergreifen. Die Fallkonferenz stärkt das Vertrauen in staatliches Handeln. Betroffene erhalten schneller die Unterstützung, die sie benötigen.”
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Gemeinsam setzt Münster damit ein klares Zeichen: Häusliche Gewalt wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Schulterschluss bekämpft – entschlossen, koordiniert und mit dem Ziel, Vertrauen zu schaffen und Schutz zu gewährleisten.
Quelle: Presseportal








