Die Bundespolizei vollstreckte Haftbefehle gegen drei Personen wegen Straftaten wie Erschleichen von Leistungen, Diebstahl und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Münster: Haftbefehle am Karnevalswochenende

Kleve – Gronau – Emmerich – Weeze (ost)
Am Freitagmorgen, den 13. Februar 2026, führte die Bundespolizei am Bahnhof Gronau eine Kontrolle an einem 58-jährigen Deutschen durch. Bei der Identitätsüberprüfung stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Münster ihn wegen Betrugs mit zwei Haftbefehlen suchte. Das Amtsgericht Steinfurt hatte ihn zu einer Geldstrafe von 1050 Euro verurteilt, während das Amtsgericht Gronau ihn zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt hatte. Bei einer Durchsuchung des Mannes wurden außerdem 150 Gramm Amphetamin und eine gefälschte 50-Euro-Banknote gefunden und beschlagnahmt. Er wird sich dafür in einem separaten Gerichtsverfahren verantworten müssen. Die Bundespolizei verhaftete den Gesuchten und brachte ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in das Gefängnis in Münster, um die achtmonatige Haftstrafe anzutreten.
Während der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen auf der Bundesautobahn 3 kontrollierte die Bundespolizei am 16. Februar 2026 die Reisenden in einem grenzüberschreitenden Reisebus. Dabei wurden auch die Daten eines 28-jährigen Deutschen mit den polizeilichen Datenbanken abgeglichen. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Mainz nach ihm fahndete. Er wurde vom Amtsgericht Mainz wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die Bundespolizei verhaftete den Gesuchten und übergab ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Mitarbeiter des Gefängnisses in Kleve.
Ein 23-jähriger Österreicher wurde am Rosenmontag bei seiner Einreise mit einem Flug aus Paphos am Flughafen Weeze von der Bundespolizei kontrolliert. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Traunstein ihn wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz suchte. Der Verurteilte zahlte eine Geldstrafe von 8000 Euro plus 108 Euro Verfahrenskosten bei der Bundespolizei ein und konnte so die drohende 80-tägige Haftstrafe abwenden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann seine Reise fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenmissbrauch registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen lag 2022 bei 56.367 und stieg im Jahr 2023 auf 57.879. Von den Verdächtigen waren 2022 49.610 männlich und 6.757 weiblich. Im Jahr 2023 waren 51.099 männliche Verdächtige und 6.780 weibliche Verdächtige zu verzeichnen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten gemeldeten Drogenfällen im Jahr 2023, Nordrhein-Westfalen mit 73.917 Fällen, zeigt sich eine alarmierende Zunahme der Drogenkriminalität in dieser Region.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








