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Münster: Polizei informiert über Taschendiebstahl

Die bundesweiten Aktionstage gegen Taschendiebstahl starten am Montag. Opfer verlieren nicht nur Geld, sondern auch sensible Daten und private Fotos.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

Ab Montag nächster Woche (05.10.) beginnen die bundesweiten Aktionstage gegen Taschendiebstahl.

Die Täter nutzen die kurzen Momente der Unaufmerksamkeit im Supermarkt oder das Gedränge in den Innenstädten und an Orten, wo viele Menschen zusammenkommen. Opfer von Taschendiebstählen verlieren nicht nur ihr Geld. Es ist zeitaufwändig und teuer, Ausweise und Schlüssel wiederzubeschaffen. Sensible Daten und private Fotos im Smartphone geraten in unbekannte Hände. Im schlimmsten Fall werden das Konto und die Kreditkarte geleert, mit dem Personalausweis Abonnements und Einkäufe getätigt. Neben dem finanziellen Schaden stellt dies oft eine große psychische Belastung dar.

Die Beamten des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Münster und der Bundespolizei informieren gemeinsam am Dienstag (06.10., 10 bis 14 Uhr) im Hauptbahnhof Münster über das Thema Taschendiebstahl.

Die Polizisten geben interessierten Personen einfache und nützliche Ratschläge, um sich vor Taschendiebstählen zu schützen. Weitere wichtige Hinweise und Informationen sind auf den Websites https://praevention.polizei.nrw/betrug-und-diebstahl/taschendiebstahl oder https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/ verfügbar.

Gleichzeitig bietet die Polizei Münster am Hauptbahnhof, am Ausgang zum Bremer Platz, eine kostenlose Fahrradregistrierungsaktion an. Die Registrierung von Fahrrädern ist ein wichtiger Beitrag, den die Münsteraner selbst im Kampf gegen den Fahrraddiebstahl leisten können. Registrierte Fahrräder können sofort ihrem Besitzer zugeordnet werden. Wenn die Daten bei einer Überprüfung nicht mit dem Nutzer übereinstimmen, muss dieser dies erklären. Die Polizei Münster bittet alle Interessierten, neben dem Fahrrad auch den Personalausweis und idealerweise den Kaufbeleg (nicht zwingend erforderlich) zur kostenlosen Registrierung mitzubringen.

Unabhängig von dieser Aktion besteht täglich rund um die Uhr die Möglichkeit, sein Fahrrad an jeder Polizeiwache im Stadtgebiet registrieren zu lassen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle gemeldet, wovon 1.980 gelöst wurden. Es gab insgesamt 1.633 Verdächtige, darunter 1.175 Männer und 458 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1.284 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 39.519, wobei 2.725 Fälle gelöst wurden. Es gab 1.897 Verdächtige, darunter 1.442 Männer und 455 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1.520 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen die meisten gemeldeten Taschendiebstahlfälle in Deutschland im Jahr 2023 mit 39.519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Fahrraddiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 62.400 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 62.036 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 5.320 im Jahr 2022 auf 5.538 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 4.431 auf 4.516. Von den Verdächtigen waren im Jahr 2022 4.108 männlich und 323 weiblich, während im Jahr 2023 4.156 männlich und 360 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.706 im Jahr 2022 auf 1.936 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten gemeldeten Fahrraddiebstähle mit 62.036 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 62.400 62.036
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.320 5.538
Anzahl der Verdächtigen 4.431 4.516
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.108 4.156
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 323 360
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.706 1.936

Quelle: Bundeskriminalamt

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