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Münster: Tödliche Auseinandersetzung in Dülmen

Ein 48-Jähriger wurde bei einem Streit mit seinem Bruder lebensgefährlich verletzt. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.

Foto: Depositphotos

Coesfeld (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Münster und Polizei Münster.

Am Mittwoch (06.05.) wurde in Münster ein 46-jähriger Mann vorläufig festgenommen, der dringend verdächtigt wird, seinen 48-jährigen Bruder am Morgen (05:30 Uhr) desselben Tages bei einem Familienstreit in einem Mehrfamilienhaus in der Marktstraße in Dülmen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Polizei Münster hat die Untersuchungen übernommen und eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Michael Reitz eingesetzt.

Der Verdächtige soll laut ersten Erkenntnissen seinem Bruder in der gemeinsamen Wohnung des 48-Jährigen und beider Eltern aus bislang unbekannten Gründen Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt haben und danach vom Tatort geflohen sein. Der schwer Verletzte schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.

Im Rahmen umfangreicher Fahndungsmaßnahmen gelang es den Polizisten, den flüchtigen 46-Jährigen in Münster zu stellen und festzunehmen. Das mutmaßliche Tatwerkzeug wurde von Beamten in Dülmen sichergestellt.

Der genaue Ablauf der Tat sowie das Motiv des Beschuldigten sind noch vollständig unklar. Es gibt erste Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des 46-jährigen Mannes mit syrischer Staatsangehörigkeit. Die Ermittlungen dauern an.

Presseauskünfte werden von Staatsanwältin Ann-Kathrin Schindler unter der Telefonnummer (0172) 2913810 erteilt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wobei 357 davon gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 518, wovon 458 männlich und 60 weiblich waren. 206 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 671, wovon 596 männlich und 75 weiblich waren. 310 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich zu der Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen eine ähnlich hohe Anzahl an Mordfällen verzeichnete.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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