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Münster: Zoll entdeckt Drogenschmuggel im Grenzgebiet

Zollbeamte finden 700 Gramm Cannabis im Gepäck eines Fahrzeugs aus den Niederlanden nach einer Zollkontrolle in Gronau-Enschede.

BU 1: Symbolbild Fahrzeugkontrolle
Foto: Presseportal.de

Münster (ost)

Ein Fahrzeug aus den Niederlanden wurde von Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Münster am vergangenen Mittwoch für eine Zollkontrolle gestoppt. Aufgrund unterschiedlicher Angaben zu Zweck und Route der Fahrt seitens der 20-jährigen Fahrerin und des 20-jährigen Beifahrers entschieden sich die Beamten für eine getrennte Befragung. Der Beifahrer zeigte sich dabei sehr nervös und hielt einen Rucksack fest zwischen seinen Beinen.

Die Richtigkeit des Verdachts der Zöllner wurde durch die Durchsuchung des Rucksacks bestätigt. Darin befand sich eine Tüte aus einem niederländischen Supermarkt mit fünf Klemmverschlusstüten, die insgesamt knapp 600 Gramm Marihuana enthielten, sowie ein Haschischblock mit einem Gewicht von 100 Gramm. Zwei weitere Zöllner hatten zuvor beide Insassen des PKW auf einem Fußweg in die Niederlande beobachtet.

Aufgrund des Verdachts der Einfuhr von Cannabisprodukten in nicht geringer Menge leitete der Zoll Strafverfahren gegen den Beifahrer und wegen des Verdachts der Beihilfe gegen die Fahrerin ein. Anschließend durften beide ihre Fahrt fortsetzen.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Zollfahndungsamt in Essen mit Dienstsitz Nordhorn übernommen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879, wobei der Anteil männlicher Verdächtiger mit 51099 höher war als der weiblicher Verdächtiger mit 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit 73917.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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