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Münster: Zwei Männer im Hauptbahnhof verletzt, 40-Jähriger festgenommen

Zwei Männer wurden im Hauptbahnhof durch den Angriff mit einer zerbrochenen Flasche schwer verletzt. Eine Mordkommission wurde vorsorglich eingerichtet.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Münster, Bundespolizeiinspektion Münster und Polizei Münster.

Am Samstagabend (28.02., 23:02 Uhr) wurden zwei Männer im Alter von 34 und 55 Jahren durch den Angriff mit einer zerbrochenen Flasche schwer verletzt. Ein 40-jähriger Verdächtiger wurde von der Polizei festgenommen und eine Mordkommission wurde vorsorglich eingerichtet.

Ersten Informationen zufolge kam es in der Bahnhofshalle zu einem verbalen Streit zwischen dem Verdächtigen und den Opfern. Der 40-Jährige zerbrach daraufhin eine Glasflasche und schlug mehrmals in Richtung der Kopf-/Nackenbereiche der 34- und 55-jährigen Männer. Beide wurden schwer verletzt. Lebensgefahr konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, besteht aber derzeit nicht.

Der 40-Jährige flüchtete dann vom Tatort, wurde jedoch von Zeugen verfolgt, sodass Polizisten den Mann mit albanischer Staatsangehörigkeit festnehmen konnten. Ersthelfer kümmerten sich um die verletzten polnischen Männer. Rettungskräfte brachten sie anschließend ins Krankenhaus.

Keiner der Beteiligten hat einen festen Wohnsitz. Die Hintergründe der Tat werden untersucht.

Die Polizei Münster hat eine Mordkommission unter der Leitung von Katharina Maas eingesetzt. Im Laufe des Tages wird über eine Vorführung des Verdächtigen zur Prüfung der Untersuchungshaft wegen gefährlicher Körperverletzung entschieden.

Für Presseanfragen steht Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt unter der Telefonnummer 0172 2913810 zur Verfügung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Darunter waren 458 männliche Verdächtige und 60 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 596 männliche und 75 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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