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Nachrodt-Wiblingwerde: 25 Fahrer mit Handy am Steuer

Die Polizei erwischte 25 Fahrer, die während der Fahrt elektronische Geräte nutzten. Ablenkung am Steuer birgt eine hohe Unfallgefahr und kann zu Bußgeld, Punkten und Fahrverbot führen.

Foto: Depositphotos

Nachrodt-Wiblingwerde (ost)

Bei Kontrollen in Nachrodt-Wiblingwerde am Dienstag erwischte die Polizei 25 Fahrer, die während der Fahrt telefonierten oder elektronische Geräte benutzten. Im Rahmen der europaweiten Kontrollaktion “Roadpol – Focus on the Road” führte die Altenaer Polizei am Dienstag eine längere Kontrollaktion mit Schwerpunkt an der B 236 in Nachrodt durch. Insgesamt wurden 33 Anzeigen von den Polizeibeamten geschrieben. Meist handelte es sich um die Nutzung elektronischer Geräte am Steuer, aber es gab auch Rotlicht- und Gurtverstöße sowie Fehler beim Überholen.

Es ist wichtig, dass der Fokus im Straßenverkehr immer auf der Straße liegt. Wenn man bei Tempo 50 nur zwei Sekunden lang WhatsApp-Nachrichten liest, übersieht man 30 Meter vor sich. Wer zwei Sekunden lang Instagram-Stories auf dem Fahrradsattel liest, hat bereits 10 Meter im Tunnelblick zurückgelegt. Dadurch kann man verpassen, ob der Vordermann bremst, die Ampel auf Rot springt oder plötzlich ein Kind auf die Straße läuft. Ablenkung am Steuer erhöht das Unfallrisiko. Obwohl Ablenkung in den offiziellen Polizeistatistiken als Unfallursache nicht weit oben steht, geht die Polizei von einer hohen Dunkelziffer aus: Selten geben Fahrer nach einem Unfall zu, gerade eine WhatsApp-Nachricht verschickt zu haben. US-amerikanische Forscher führen 13 Prozent der tödlichen Unfälle auf die Nutzung des Smartphones zurück. Studien zeigen, dass 55 Prozent aller Autofahrer regelmäßig am Steuer ihr Smartphone benutzen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar erschreckende 85 Prozent. Im Durchschnitt schreibt jeder sechste Autofahrer während der Fahrt eine Textnachricht – jüngere Fahrer noch häufiger. Psychologen bezeichnen dies als suchtähnliches Verhalten, bedingt durch den Druck der ständigen Erreichbarkeit und dem Wunsch nach digitaler Teilhabe.

Das Bußgeld für die Nutzung elektronischer Geräte als Fahrer eines Kraftfahrzeugs beträgt 100 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister. Bei einer zusätzlichen Gefährdung kommt ein Monat Fahrverbot hinzu. Verstöße gegen § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung werden als schwerwiegende Verstöße eingestuft. In Extremfällen kann dies zur Teilnahme an einem Aufbauseminar, zur Verlängerung der Probezeit und zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Für Radfahrer beträgt das Verwarngeld 55 Euro. Bei wiederholten Verstößen drohen höhere Bußgelder, Fahrverbote und im schlimmsten Fall der Entzug der Fahrerlaubnis für Uneinsichtige.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle mit 556.792 Fällen. In innerorts gelegenen Bereichen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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