Die Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei haben Ermittlungen in einem Mordfall aus dem Jahr 2017 wieder aufgenommen.
Neuaufrollung eines ungeklärten Mordfalls in Bedburg und Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort (ost)
Nach einer aktuellen Information aus der Öffentlichkeit haben die Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei die Untersuchungen in einem bislang ungelösten Mordfall aus dem Jahr 2017 wieder aufgenommen.
Fast neun Jahre nach der Straftat gegen einen damals 46-jährigen Bergheimer haben Einsatzkräfte am frühen Donnerstagmorgen (27. August) auf Antrag der Staatsanwaltschaft drei Privatwohnungen in Bedburg sowie im Kreis Wesel durchsucht. In einer Wohnung in Kamp-Lintfort trafen die Ermittler auf einen 40-jährigen Mann, der daraufhin im Ermittlungsverfahren wegen Mordes behandelt wurde.
An einem Morgen im November 2017 entdeckte ein Spaziergänger den 46-jährigen Mann mit einer schweren Schussverletzung in seinem VW Golf auf dem Wanderparkplatz “Peringsmaar” in Bedburg. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten zunächst in eine Klinik, wo er intensivmedizinisch versorgt wurde. Im August 2018 verstarb der 46-Jährige an den Folgen seiner Verletzung.
Während der damaligen Untersuchung des Tatorts entdeckten die Ermittler mehrere Einschusslöcher in umliegenden Verkehrsschildern sowie am VW. Gemäß den bisherigen Ermittlungen geht die Kriminalpolizei jedoch davon aus, dass die Tat bereits zwei Tage vor dem Auffinden des Schwerverletzten begangen wurde.
Die bisherigen Ermittlungen der damaligen Mordkommission führten nicht zu einem konkreten Verdacht. Die Beteiligung des 40-jährigen Mannes, der in Kamp-Lintfort angetroffen wurde, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Auch die möglichen Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Bei den Durchsuchungen am Donnerstagmorgen wurden mehrere Mobiltelefone als Beweismittel sichergestellt. Die kriminaltechnische Untersuchung und Auswertung der Geräte stehen noch aus.
Zeugen, die Informationen haben, werden gebeten, sich weiterhin telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.
(bg/al)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland im Jahr 2023 mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








