Feuerwehr rückt zu 77 Einsätzen aus, darunter umgestürzte Bäume und gefährliche Eiche auf Mastbruchstraße.
Neuenbeken: Unwetterlage in Paderborn

Paderborn (ost)
(sg) Die schweren Unwetter, die vom „Deutschen Wetterdienst“ angekündigt wurden, führten zu einem erhöhten Einsatzvolumen für die Feuerwehr in den Abendstunden des 29.05.2026. Zwischen 19:42 Uhr und etwa 23:30 Uhr musste die Feuerwehr Paderborn zu 77 Einsätzen im Zusammenhang mit den Unwettern ausrücken. Die Einsatzorte erstreckten sich über das gesamte Stadtgebiet, so dass die gesamte Feuerwehr Paderborn mit der Bewältigung der Einsätze beschäftigt war. Ein Schwerpunkt lag im nördlichen Stadtgebiet (Sande, Schloss Neuhaus, Elsen).
Schon als der Sturm aufzog, wurden alle zehn ehrenamtlichen Löschzüge der Feuerwehr Paderborn in Bereitschaft versetzt und zu ihren Standorten alarmiert. So konnten innerhalb kurzer Zeit viele der Unwettereinsätze von den ehrenamtlichen Löschzügen Stadtmitte, Wewer, Stadtheide, Marienloh, Neuenbeken, Dahl, Benhausen, Schloß Neuhaus, Elsen und Sande abgearbeitet werden. Darüber hinaus wurden bei Bedarf einzelne Fahrzeuge der hauptamtlichen Wachen Nord und Süd eingesetzt. Der Grundschutz für zeitkritische Einsätze (zum Beispiel Brandeinsätze und Rettung von Personen) wurde von den hauptamtlichen Kräften der Wache Süd sichergestellt.
Insgesamt waren etwa 120 Einsatzkräfte im Stadtgebiet damit beschäftigt, die Folgen der Unwetter zu bekämpfen. Zur Koordinierung der Einsätze wurde die Einsatzzentrale auf der Wache Süd ebenfalls personell verstärkt, unter anderem durch den Lagedienst und weitere Führungskräfte. Die meisten Einsätze betrafen umgestürzte Bäume. Dadurch wurden teilweise Häuser, Fahrzeuge und Infrastruktur (wie Stromleitungen, Telefonleitungen und Bahngleise) stark beschädigt. Eine besondere Einsatzstelle wurde in der Mastbruchstraße gemeldet. Dort hatte sich eine etwa 20 Meter hohe Eiche durch die Sturmböen so gelöst, dass sie gefährlich zur Seite neigte und auf die Fahrbahn, den Gehweg und ein angrenzendes Mehrfamilienhaus zu stürzen drohte. Da es während des akuten Sturms nicht sicher war zu arbeiten und für die Bewohner des Hauses eine erhebliche Gefahr bestand, wurde das Mehrfamilienhaus vorsorglich evakuiert. Die Bewohner mussten vorübergehend bei Verwandten oder in einem Hotel untergebracht werden.
Nachdem sich die Wetterlage in den Nachtstunden beruhigt hatte, konnte die Feuerwehr die Gefahr beseitigen. Der Löschzug Schloß Neuhaus wurde mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen und einer Drehleiter zur Fällung des Baumes eingesetzt. Der Baum wurde kontrolliert gefällt und die Gefahrenstelle anschließend gesichert. (siehe Fotos)
An den Fischteichen wurden drei Fahrzeuge von umgestürzten Bäumen begraben (siehe Fotos). Zwei der Fahrzeuge konnten von der Feuerwehr befreit werden. Ein drittes Fahrzeug war so unter einem Baum eingeklemmt, dass eine Fachfirma mit der Bergung beauftragt werden musste.
Zum Glück wurden die Unwetter frühzeitig und umfassend vom Deutschen Wetterdienst angekündigt.
Dank dieser Wetterwarnungen und dem besonnenen Verhalten der Bevölkerung wurde glücklicherweise niemand durch die Folgen des Unwetters verletzt.
Quelle: Presseportal








