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Neuenrade: Betrug beim Online-Kauf

Ein Neuenrader fällt auf Betrüger beim Kauf eines Fahrrad-Navis herein. Die Polizei ermittelt, ob das Konto wirklich “gehackt” wurde.

Foto: Depositphotos

Neuenrade (ost)

Ein Bewohner von Neuenrade wurde Opfer eines Betrugs auf einer Online-Verkaufsplattform. Er hatte vor, ein Fahrrad-Navi zu kaufen und zahlte mit PayPal. Kurz darauf erhielt er eine Nachricht vom vermeintlichen Verkäufer, der angab, sein Konto sei “gehackt” worden und das Angebot nicht von ihm stamme. Jetzt muss die Polizei den Vorfall untersuchen.

Es ist noch unklar, ob das Online-Verkäuferkonto tatsächlich “gehackt” wurde. Viele Nutzer von Online-Diensten machen es Betrügern jedoch sehr leicht, indem sie extrem einfache Passwörter wie “12345” verwenden. In solchen Fällen benötigen Betrüger keine “Hackerkenntnisse”, sondern nur Geduld, um die gängigen Standardpasswörter auszuprobieren. Sie können dann Lieferadressen ändern, Waren im Namen des Opfers bestellen oder Waren anbieten und das Geld auf ein anderes Konto überweisen lassen. Wenn fragwürdige Transaktionen über die Konten der Betroffenen abgewickelt werden, geraten sie zwangsläufig ins Visier der Ermittlungsbehörden und müssen beweisen, dass sie selbst betrogen wurden.

Viele Online-Verkaufsplattformen bieten eine interne Zahlungsabwicklung an. Dabei erhält der Käufer keine Kontoinformationen. Dies ist jedoch mit Gebühren verbunden, genauso wie die Nutzung anderer Bezahldienste wie PayPal. Deshalb entscheiden sich viele Nutzer dieser Plattformen für die Zahlung über die “Freunde”-Funktion. Dabei verliert der Käufer jedoch die Möglichkeit, Zahlungen bei Unstimmigkeiten zu stoppen. Daher sollte man diese Option tatsächlich nur für Zahlungen an “Familie und Freunde” nutzen. (cris)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen in Nordrhein-Westfalen stieg von 6623 im Jahr 2022 auf 7062 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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