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Neuenrade: Diebstahl in Langen Gasse

Schrottsammler stehlen Tresor, Täter flüchtig. Polizei sucht Hinweise. Falsche Hotline bucht Geld ab statt zu erstatten.

Foto: unsplash

Neuenrade (ost)

Am Dienstag gegen 14 Uhr wird vermutet, dass Schrottsammler in der Langen Gasse einen Tresor gestohlen haben. Während ein Mann im Keller einen alten Ofen begutachtete, soll der andere Mann den kleinen Tresor weggebracht haben. Der Bewohner bemerkte dies jedoch erst später. Die Unbekannten waren mit einem weißen Transporter mit roter Aufschrift unterwegs. Einer der Täter wird auf 45 bis 50 Jahre alt geschätzt, etwa 1,70 Meter groß und hat eine kräftige Statur sowie kurze, schwarze Haare. Sein jüngerer Komplize ist schlank und größer. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 02392/9399-0 und fragt: Wer hat am Dienstag in Neuenrade den weißen Transporter gesehen und kann weitere Informationen zu Kennzeichen oder Besonderheiten geben?

Anstelle einer Rückerstattung für eine Warenrückgabe wurde einer 61-jährigen Neuenraderin am Dienstag Geld vom Konto abgebucht. Sie suchte im Internet nach der Kundendienst-Rufnummer eines großen Online-Warenhauses, um eine Warenrücksendung zu arrangieren. Dabei stieß sie anscheinend auf eine gefälschte Nummer. Die angebliche Hotline-Mitarbeiterin versprach, sich um die Rücksendung zu kümmern und verlangte für die Sofortüberweisung die Angabe einer Kontonummer. Nach dem Gespräch stellte die Neuenraderin fest, dass während des Anrufs ein hoher Geldbetrag von ihrem Konto abgebucht wurde. Anstelle einer “Sofortüberweisung” wurde offenbar sofort eine Überweisung von ihrem Konto getätigt. Die Polizei muss nun klären, was passiert ist, da die Neuenraderin Anzeige erstattet hat.

Suchmaschinen im Internet führen nicht immer zum gewünschten Ziel, sondern immer wieder in die Arme von Betrügern. Dieselbe Methode wird auch von Reiseveranstaltern oder Fluglinien angewendet, zum Beispiel wenn Flüge umgebucht werden müssen: Auch im Zeitalter der KI wünschen sich Kunden einen persönlichen Ansprechpartner und sind nicht zufrieden mit den immer häufiger angebotenen “Chats”. Deshalb suchen Kunden im Internet nach einer “echten” Hotline. Betrüger nutzen dies aus. Sie erstellen Webseiten, die den Originalen täuschend ähnlich sehen und bieten einen freundlichen, vermeintlichen Rundum-Service an. Der Unterschied: Bei ihnen erhält der Kunde nichts, sondern zahlt drauf.

Nutzer solcher Dienste sollten zunächst versuchen, alles über ihr Kundenkonto online abzuwickeln. Wenn das nicht funktioniert, bleiben Sie bei vermeintlichen Hotline-Nummern misstrauisch! Geben Sie keine sensiblen Daten preis! Für eine Rückabwicklung des Kaufs benötigt die Hotline weder PIN noch TAN. Halten Sie die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Dienst für sich! Gewähren Sie keinen Fernzugriff auf Ihren Computer! Überprüfen Sie bei erhaltenen E-Mails, ob sie wirklich von der vermuteten Firma stammen. Wenn Sie den Verdacht einer unberechtigten Abbuchung haben, sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrer Bank aufnehmen. Möglicherweise kann die Überweisung noch gestoppt werden. (cris)

Quelle: Presseportal

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