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Neunkirchen-Seelscheid: Diebstahl in Lebensmitteldiscounter

Zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen nach Diebstahl eines Portemonnaies aus Handtasche einer Kundin.

Foto: Depositphotos

Neunkirchen-Seelscheid (ost)

In einem Supermarkt in Neunkirchen-Seelscheid wurden am Donnerstagmorgen (24. September) zwei vermeintliche Taschendiebe vorläufig festgenommen. Einer der Verdächtigen soll einer Kundin das Portemonnaie aus ihrer Handtasche gestohlen haben.

Die 51-jährige Frau aus Neunkirchen-Seelscheid befand sich gegen 08:10 Uhr in der Obst- und Gemüseabteilung. Ihre Handtasche lag dabei in ihrem Einkaufswagen hinter ihr. Hinter ihr stand auch ein Mann, dessen Verhalten sie als seltsam empfand.

Nachdem sie bemerkte, dass ihr Portemonnaie fehlte, informierte sie sofort einen Mitarbeiter des Geschäfts. Dieser hatte den Verdächtigen auch schon im Blick. Er entdeckte den Mann hinter einem Regal, wo er offensichtlich das Portemonnaie der Kundin durchsuchte. Die Geschädigte gab an, dass etwa 200 Euro Bargeld fehlten.

Die Verdächtigen wurden in die Büros des Supermarktes gebracht, wo sie gemeinsam auf die Polizei warteten. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten jeweils ein Teppichmesser in den Hosen der Verdächtigen.

Die 48 und 53 Jahre alten Männer, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, wurden daraufhin vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten 200 Euro Bargeld in der Kleidung des 48-Jährigen. Es wird vermutet, dass es sich um das Geld aus dem gestohlenen Portemonnaie handelt.

Das Bargeld und die Messer wurden beschlagnahmt. Gegen die Verdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen eingeleitet.

Um sich vor Taschendiebstahl zu schützen, empfiehlt die Polizei, Taschen nicht unbeaufsichtigt in Einkaufswagen oder ähnlichem zu lassen. Tragen Sie Handtaschen oder Rucksäcke möglichst nah am Körper und mit der Verschlussseite nach innen. (fh)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen von 2022 auf 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1.980 auf 2.725. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 1.633 im Jahr 2022 auf 1.897 im Jahr 2023. Die meisten Verdächtigen waren männlich, wobei 1.175 im Jahr 2022 und 1.442 im Jahr 2023 männlich waren. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen blieb relativ konstant bei 458 im Jahr 2022 und 455 im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.284 im Jahr 2022 auf 1.520 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39.519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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