Ein gesuchter Mann, unter Drogeneinfluss stehend, verursachte einen Verkehrsunfall in Niederkassel-Rheidt. Polizei fand gefälschten Führerschein und Betäubungsmittel bei ihm.
Niederkassel: Gesuchter Mann bei Verkehrsunfall aufgefallen

Niederkassel (ost)
Am Sonntag (08. März) ereignete sich in Niederkassel-Rheidt auf der Straße „An der Enggasse“ ein Verkehrsunfall zwischen zwei Autos. Während der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte fest, dass einer der Beteiligten per Haftbefehl gesucht wurde und offenbar unter dem Einfluss von Drogen stand.
Um 13:40 Uhr fuhr ein 39-jähriger Niederkasseler mit seinem Fahrzeug auf der Straße „An der Enggasse“ in Richtung Bonner Straße, kommend von der Oberstraße. Gleichzeitig wollte ein 20-jähriger Niederkasseler mit seinem Auto von einem Grundstück auf die Straße „An der Enggasse“ abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.
Bei dem Unfall wurde niemand verletzt und beide Autos blieben fahrtüchtig. Der entstandene Sachschaden wird auf einen vierstelligen Betrag geschätzt.
Während der Unfallaufnahme übergab der 39-Jährige den Polizeibeamten seinen Führerschein, bei dem Anzeichen für eine Fälschung vorlagen. Das Dokument wurde beschlagnahmt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Es gab auch Hinweise darauf, dass der 39-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Der Mann gab zu, Amphetamine konsumiert zu haben, woraufhin ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten zudem eine Druckverschlusstüte mit einer unbekannten Substanz, die vermutlich ein Betäubungsmittel war. Diese wurde sichergestellt.
Zusätzlich stellten die Beamten fest, dass gegen den Niederkasseler ein Haftbefehl wegen eines Eigentumsdelikts vorlag. Da der Mann die offene Geldstrafe bezahlen konnte, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen.
Der 39-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Urkundenfälschung verantworten. (Re)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73917 – bleibt Nordrhein-Westfalen eine der Regionen mit den höchsten Drogenkriminalitätsraten.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 aus, was 2.13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0.59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792, was 87.36% ausmacht. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17437 (2.74%) und auf Autobahnen 6889 (1.08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten 11172 und die Leichtverletzten 68000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








