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Niederkassel: Hoher Schaden durch Schockanrufe

Ein Ehepaar wurde um 60.000 Euro betrogen. Auch eine 84-jährige Frau fiel auf den Trick herein und verlor Bargeld und Schmuck.

Foto: Depositphotos

Neunkirchen-Seelscheid/Niederkassel (ost)

Am Mittwoch (29.07.) wurden ein Ehepaar aus Neunkirchen-Seelscheid Opfer eines betrügerischen Anrufs. Der Mann sagte aus, dass er am Mittwochnachmittag von einem unbekannten Anrufer kontaktiert wurde. Dieser behauptete, dass der Sohn des 83-jährigen Mannes in einen Verkehrsunfall verwickelt war, bei dem mehrere Menschen schwer verletzt wurden. Während des Gesprächs wurde er mehrmals mit anderen Personen verbunden, darunter auch mit einem vermeintlichen Arzt. Dieser teilte ihm mit, dass eine Person an den Folgen des Unfalls gestorben sei. Der 83-Jährige könnte die drohende Inhaftierung seines Sohnes verhindern, indem er 80.000 Euro Kaution zahlen würde.

Nachdem der ältere Mann angab, nur 40.000 Euro aufbringen zu können, wurde er mit einer angeblichen Richterin verbunden. Diese gab ihm ein Aktenzeichen und einen Code, um die hinterlegte Kaution in einigen Tagen zurückzuerhalten. Es wurde ihm angekündigt, dass jemand kommen würde, um das Bargeld abzuholen.

Gegen 18:00 Uhr erschien eine unbekannte männliche Person und nahm das Bargeld ohne Worte entgegen. Er wurde beschrieben als: gebräunte Haut, zwischen 180cm und 200cm groß, etwa 40 Jahre alt, kurze schwarze Haare, kräftige Statur und trug ein rotes T-Shirt.

Zeugen, die Verdächtiges in den Straßen Hennefer Straße, Wiesengrund, Remschosser Straße, Schönfelder Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 02241 541-3121 zu melden.

In Niederkassel gab es am gleichen Tag einen weiteren Betrugsfall durch Schockanruf. Eine 84-jährige Frau aus Niederkassel wurde von einer unbekannten Frau mit unterdrückter Rufnummer kontaktiert und auch ihr wurde berichtet, dass ihre Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt war, bei dem eine Person ums Leben kam. Auch hier wurde eine hohe Kaution gefordert. Da die Frau diese nicht aufbringen konnte, suchte sie Bargeld und Schmuck zusammen und übergab während des Anrufs 7.000 Euro Bargeld sowie Goldschmuck im Wert von geschätzten 15.000 Euro an einen vermeintlichen Gutachter, der vor ihrer Haustür erschien.

Die männliche Person wurde wie folgt beschrieben: Heller Teint, etwa 180cm groß, etwa 20 Jahre alt, blonde Haare und trug ein hellblaues T-Shirt und Jeans.

Auch hier werden Zeugen, die Verdächtiges in den Straßen Oberstraße, Römerstraße, Bonner Straße, Auf dem Senkel beobachtet haben, gebeten, sich unter 02241 541-3221 zu melden.

Die Polizei empfiehlt, mit Verwandten und Bekannten über solche Betrugsmaschen zu sprechen und sie zu warnen. Die Polizei weist zudem darauf hin, dass in Deutschland weder Polizei noch Justiz Kautionen erheben. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder finanziellen Informationen preis. Und übergeben Sie niemals Geld, Bankkarten oder Schmuck an Unbekannte.

Weitere Informationen zu Betrugsformen finden Sie unter https://praevention.polizei.nrw/. (Pa) #sicherimalter

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen gemeldet, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte wurden 11.172 gezählt und 68.000 Personen wurden leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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