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Niederkassel/Sankt Augustin/Siegburg/Neunkirchen-Seelscheid/Troisdorf/Ruppichteroth: Das Fahrradfahr-Sprichwort und E-Bikes

Die motorischen Fähigkeiten beim Fahrradfahren bleiben im Gedächtnis, auch beim E-Bike. Polizei Rhein-Sieg bietet spezielles Pedelec-Training für über 55-Jährige an.

Foto: unsplash

Niederkassel/Sankt Augustin/Siegburg/Neunkirchen-Seelscheid/Troisdorf/Ruppichteroth (ost)

Die Bewegungsabläufe des Fahrradfahrens sind im prozeduralen Gedächtnis des Gehirns dauerhaft gespeichert, ähnlich wie Schwimmen. Auch nach jahrelanger Pause kann der Körper das Gleichgewicht und Treten meist sofort wieder abrufen. Es ist eine „eingefleischte“ motorische Fähigkeit, die nur in extrem seltenen Fällen verloren geht.

Greift diese Fähigkeit auch bei der Benutzung moderner E-Bikes (Pedelecs)? Wir sagen: Es kommt drauf an. Es gibt Unterschiede, die man nicht unterschätzen sollte.

Seit mehreren Jahren ist die Anzahl verunfallter Pedelecfahrender im Zuständigkeitsbereich der Polizei Rhein-Sieg konstant hoch. Gemessen am Bevölkerungsanteil ist die Altersgruppe der über 65-Jährigen dabei überrepräsentiert. Bei der Auswertung der Unfallursachen wird deutlich, dass eine Vielzahl der Verkehrsunfälle sogenannte Alleinunfälle waren. Das bedeutet, dass die Pedelecfahrenden ohne Beteiligung Dritter zu Schaden gekommen sind.

Die Gründe für diese Alleinunfälle können vielfältig sein. Die höhere Geschwindigkeit, das hohe Gewicht des Rades, die mangelnde Übung im Umgang mit einem E-Bike oder die lange Abstinenz vom Fahrradfahren tragen unter Umständen zu den besorgniserregenden Unfallzahlen bei.

Die Mitarbeitenden der Verkehrsunfallprävention der Polizei Rhein-Sieg wollen, dass Sie immer sicher ans Ziel kommen und bieten ab April 2026 ein „Pedelec-Training 55+“ speziell für die Benutzung für E-Bikes an.

Das zweitägige Training richtet sich an Personen ab 55 Jahren, Pedelec-Einsteiger, unsichere E-Bike-Fahrer oder Wiedereinsteiger. Bei dem Kurs werden wichtige Informationen zum Fahrverhalten eines Pedelecs vermittelt. Zudem werden die praktischen Fähigkeiten beim Fahren und somit Ihre Sicherheit bei der Teilnahme im Straßenverkehr erhöht.

Das bieten wir: Ein kostenloses zweitägiges Training außerhalb des Straßenverkehrs. Am ersten Tag findet eine Theorie- und eine Praxiseinheit statt. Das Training am ersten Tag dauert circa 150 Minuten. Am zweiten Tag werden die bereits geübten Praxisinhalte vertieft und erweitert. Hierfür sind 120 Minuten geplant. Das Praxistraining wird in Form eines Parcours durchgeführt.

Was müssen Sie mitbringen? Das eigene verkehrssichere E-Bike und einen gutsitzenden Fahrradhelm.

Die Teilnehmerplätze sind begrenzt und eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung und Bestätigung möglich. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung nur für beide Tage zusammen möglich ist, da die Inhalte aufeinander aufbauen.

Termine und die Anmeldeformalitäten finden Sie auf unserer Internetseite unter https://rhein-sieg-kreis.polizei.nrw/artikel/pedelec-training-55.

Üben Sie mit uns in Theorie und Praxis. (Bi)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2.13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0.59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792 Fälle, was 87.36% aller Unfälle in der Region ausmachte. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle, was 8.68% entspricht, außerorts (ohne Autobahnen) wurden 17437 Unfälle registriert, was 2.74% ausmacht, und auf Autobahnen ereigneten sich 6889 Unfälle, was 1.08% entspricht. Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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