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Niederkassel: Seniorin tagelang manipuliert, Bank verhindert Betrug

Unbekannte Täter manipulierten eine 88-jährige Frau, um ihr Wertpapierdepot aufzulösen. Die Hausbank verhinderte den geplanten Goldankauf im Wert von 150.000 Euro.

Foto: unsplash

Niederkassel (ost)

Unbekannte Täter haben über mehrere Tage hinweg eine 88-jährige Frau aus Niederkassel manipuliert. Sie verwendeten die Masche „Falsche Polizisten am Telefon“, um die Seniorin dazu zu bringen, ihr Wertpapierdepot aufzulösen. Als sie planten, Gold im Wert von 150.000 Euro zu kaufen, griff die Hausbank ein und verhinderte Schlimmeres.

Der Manipulationsversuch begann mit einem Anruf auf dem Festnetzanschluss der Frau. Der Anrufer behauptete, die Seniorin sei ins Visier eines kriminellen Clans geraten und stehe nun unter Polizeischutz. Deshalb müsse sie sich ab sofort in festgelegten Intervallen telefonisch melden. Fast zwei Wochen lang setzten die Täter die Seniorin unter Druck, bis sie schließlich ihre Wertpapiere in Gold umtauschen wollte. Glücklicherweise verhinderte die Hausbank, dass die Ersparnisse der Frau in die Hände der Betrüger fielen. Bei der Anzeigenaufnahme berichtete die Seniorin, dass sie während dieser Zeit so große Angst hatte, dass sie das Haus nicht mehr verließ und mit niemandem über die Angelegenheit sprach.

Die Kriminalpolizei führt Ermittlungen durch.

Empfehlungen der Polizei:

Die Polizei wird niemals um Geld bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.

Die Polizei ruft niemals unter der Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Verwenden Sie jedoch nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise erneut bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selbst.

Sie können sich auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Berichten Sie den Beamten von den Anrufen. Es ist am besten, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selbst wählen können.

Geben Sie am Telefon keine Informationen über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten preis.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen am Telefon. Geben Sie Betrügern keine Gelegenheit, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keineswegs unhöflich!

Öffnen Sie nicht unbekannten Personen die Tür. Holen Sie gegebenenfalls eine dritte Person hinzu, wie z.B. Nachbarn, Freunde oder Verwandte.

Übergeben Sie kein Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Legen Sie den Telefonhörer auf, wenn:

Sie unsicher sind, wer anruft.

Der Anrufer nach persönlichen Daten und finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu Hause haben.

Der Anrufer Sie auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben oder Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.

Der Anrufer Sie unter Druck setzt.

Der Anrufer Sie auffordert, Kontakt zu Fremden aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen abholen soll.

Vereinbaren Sie mit Ihrer Bank Überweisungs- und Auszahlungslimits.

Weitere Informationen finden Sie im beigefügten Faltblatt. (Bi)

Quelle: Presseportal

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