Am Dienstagabend kam es zu einer Auseinandersetzung in Niederschelden. Drei Männer stritten lautstark, es fiel ein Schuss. Zwei Diensthunde fanden Tat- und Beweismittel.
Niederschelden: Polizistinnen nehmen drei Tatverdächtige fest

Siegen-Niederschelden / Siegen-Eiserfeld (ost)
Am Dienstagabend (29.09.2026) ereignete sich ein Vorfall in der Bühlstraße in Niederschelden.
Ersten Informationen zufolge haben drei Männer gegen 19:10 Uhr laut gestritten. Danach soll ein Schuss gefallen sein. Die Verdächtigen stiegen in einen grauen Peugeot und fuhren davon. Auch das Opfer entfernte sich. Zwei Polizeibeamtinnen aus Siegen konnten einen grauen Kleinwagen auf der Eiserfelder Straße finden und stoppen. Das Aussehen von zwei Verdächtigen entsprach den Beschreibungen der Flüchtigen. Deshalb nahmen die Beamtinnen die 19-, 20- und 23-jährigen Insassen vorläufig fest. Die Festgenommenen wurden zur Polizeiwache in Siegen gebracht. Die Durchsuchungen der Personen und des Fahrzeugs führten nicht zum Auffinden einer Waffe. Deshalb wurden zwei Diensthunde hinzugezogen. Die Diensthündin “Freya” fand eine olivfarbene Schreckschusswaffe im Grünstreifen der Eiserfelder Straße. Der Diensthund “Buddy”, ein ausgebildeter Sprengstoffspürhund, entdeckte außerdem zwei leere Patronenhülsen am Ort des Vorfalls in Niederschelden. Die Gegenstände wurden von den Beamten spurenschonend sichergestellt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Streitenden sich kannten. Nach polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen im Laufe der Nacht von der Wache entlassen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den verschiedenen Straftaten übernommen.
Weitere Zeugen, besonders das bisher unbekannte Opfer des Vorfalls, werden gebeten, sich unter der 0271/7099-0 bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wobei 357 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Es wurden insgesamt 671 Verdächtige identifiziert, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu der Region in Nordrhein-Westfalen mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – ist die Situation in Nordrhein-Westfalen besorgniserregend.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








