Zollbeamte finden Heroin und Kokain zwischen den Gesäßbacken eines Autofahrers bei Grenzkontrolle
Nordhorn: Intimes Drogenversteck entdeckt

Münster (ost)
An einem privaten Ort fanden Zollbeamte kürzlich neun Gramm Kokain und 15,4 Gramm Heroin: Die Betäubungsmittel wurden vom Insassen eines Autos zwischen seinen Gesäßbacken versteckt.
Am späten Nachmittag des 29. Dezember 2025 kontrollierte eine Zollstreife des Hauptzollamts Münster ein Fahrzeug bei Gronau, das aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist war. Im Wagen saßen zwei Deutsche, die den Zöllnern angaben, keine verbotenen Substanzen bei sich zu haben.
In der Nähe des angehaltenen Autos fanden die Zollbeamten jedoch einen Plastikbeutel, der offensichtlich Streckmittel für Betäubungsmittel enthielt. Da der Beutel trotz des Regens komplett trocken war, schlossen die Zöllner, dass die Insassen des Autos ihn vor der Kontrolle weggeworfen haben mussten.
Der Zoll durchsuchte das Fahrzeug daraufhin sehr gründlich, auch mit Hilfe eines Drogenspürhunds, und durchsuchte auch die beiden Insassen genau. Bei dem Beifahrer wurden die Beamten fündig: Er hatte Tütchen mit Heroin und Kokain zwischen seinen Gesäßbacken versteckt.
Die Substanz im außerhalb des Fahrzeugs gefundenen Beutel wurde auch durch ein Prüfgerät als Streckmittel bestätigt. Insgesamt handelte es sich um knapp 62 Gramm.
Daraufhin leiteten die Zollbeamten Strafverfahren gegen sowohl den Fahrer als auch den Beifahrer ein. Nach Abschluss aller prozessualen Maßnahmen durften sie ihre Fahrt fortsetzen.
Das Zollfahndungsamt in Essen mit Dienstsitz Nordhorn übernahm die weiteren Ermittlungen.
Aus taktischen Gründen konnte der Fall erst jetzt öffentlich gemacht werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367, wobei 49.610 männliche Verdächtige und 6.757 weibliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer und 6.780 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 73.917 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








