Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Nordmarkt: Polizei Dortmund zieht Bilanz nach verstärkten Kontrollen

Die Polizei Dortmund führt verstärkte Maßnahmen im Rahmen der Präsenzkonzeption „Fokus“ durch, um die Straßenkriminalität effektiv zu bekämpfen.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0017

Im neuen Jahr setzt die Polizei Dortmund weiterhin konsequente Maßnahmen gemäß des Präsenzkonzepts „Fokus“ um. Vom 02. bis 07. Januar 2026 führten die Einsatzkräfte verstärkte Maßnahmen an insgesamt 94 Kontrollorten im Stadtgebiet durch. Das Ziel des Konzepts bleibt, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken und Straftaten konsequent zu verfolgen durch eine erhöhte Präsenz der Polizei.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 223 Personen kontrolliert, 43 Platzverweise ausgesprochen und 16 Strafanzeigen erstellt. Die detaillierte Bilanz:

Schon am Freitag (02. Januar) wurde bei einer Personenkontrolle auf dem Nordmarkt ein verbotenes Messer von den Einsatzkräften sichergestellt. Gegen den Betroffenen wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt. Außerdem wurde ein mittlerer dreistelliger Bargeldbetrag sichergestellt, da der Verdacht bestand, dass das Geld aus Straftaten stammt.

Am Samstag (03. Januar) verlagerte sich der Schwerpunkt zum Nordausgang des Hauptbahnhofs. Hier wurden 19 Personen kontrolliert und acht Platzverweise ausgesprochen. Eine gesuchte Person konnte durch Zahlung eines Geldbetrags einer Inhaftierung entgehen. Auf der Mallinckrodtstraße wurde ein Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss festgestellt. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und eine Anzeige folgt. Ebenfalls auf der Mallinckrodtstraße wurden zwei Personen mit insgesamt 39 nicht zugelassenen Pyrotechnik-Gegenständen der Klasse F3 angehalten. Diese wurden beschlagnahmt und Strafverfahren eingeleitet.

Am Dienstag (06. Januar) führte eine kurzfristige Observation im Brügmannpark zur Festnahme eines mutmaßlichen Drogenhändlers. Der Kokainverkäufer flüchtete bei Sichtung eines Streifenwagens zu Fuß, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung festgenommen werden. Bei der Durchsuchung wurden Kokain, mutmaßliches Dealer-Bargeld und eine scharfe 9mm-Patrone gefunden. Mit einem Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung wurden ein Jagdmesser, ein Schwert und eine Machete sichergestellt.

Am Mittwoch (07. Januar) kontrollierten die Einsatzkräfte erneut einen mutmaßlichen Dealer im Bereich des „Café Kick“. Im Intimbereich des Mannes wurde vermutlich eine nicht geringe Menge Kokain sowie Bargeld in hoher dreistelliger Höhe gefunden. Außerdem wurde ein erlaubnispflichtiges Einhandmesser sichergestellt.

Die Polizei Dortmund wird weiterhin im Rahmen des Konzepts „Fokus“ eine hohe Präsenz im Stadtgebiet zeigen, um die Straßenkriminalität und den gewerbsmäßigen Drogenhandel nachhaltig zu bekämpfen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen lag im Jahr 2022 bei 56.367, wovon 49.610 männlich und 6.757 weiblich waren. Im Jahr 2023 waren es insgesamt 57.879 Verdächtige, davon 51.099 männlich und 6.780 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit 73.917.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24