Beamte der Bundespolizei in Aachen vollstrecken Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Köln, Aachen, Koblenz, Münster. Ein international gesuchter Straftäter wird festgenommen.
North Rhine-Westphalia: Haftbefehle in 48 Stunden

Aachen (ost)
Polizeibeamte in Aachen haben am Wochenende Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Köln, Aachen, Koblenz und Münster vollstreckt.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (28.02.2026) führten Beamte der Bundespolizei in Aachen eine Kontrolle an einem 38-jährigen türkischen Staatsbürger durch. Bei der Überprüfung seiner Identität stellten sie fest, dass der Mann national und international wegen Drogendelikten gesucht wurde. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurde eine geringe Menge Kokain im Genitalbereich gefunden und beschlagnahmt.
Bei der weiteren Bearbeitung des Falls wurde festgestellt, dass der Mann bereits zweimal abgeschoben worden war und ein Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen ihn bestand. Daher wurde ein Strafverfahren wegen illegaler Einreise und Drogenschmuggel eingeleitet.
Am Sonntagmorgen kontrollierten die Beamten einen 40-jährigen deutschen Staatsbürger, der mit dem Zug aus Belgien nach Deutschland eingereist war. Es stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag. Der Mann zahlte die fällige Geldstrafe in Höhe von 1200,- EUR und durfte seine Reise fortsetzen.
Am Sonntagabend reiste eine 40-jährige haitianische Staatsbürgerin über den Grenzübergang Köpfchen ins Bundesgebiet ein. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen Bankrotts vor. Da sie die Geldstrafe in Höhe von 3.059,30,- EUR nicht bezahlen konnte, sprang ein Verwandter ein, um die Kosten zu übernehmen, damit die Frau ihre Reise fortsetzen konnte.
In der Nacht zum Montag (02.03.2026) kontrollierten die Beamten einen 48-jährigen rumänischen Staatsbürger, der über die Autobahn 44 aus Belgien nach Deutschland eingereist war. Gegen ihn bestand ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Da er die Geldstrafe in Höhe von 1.600,- EUR zuzüglich Verfahrenskosten nicht zahlen konnte, wurde er in das Polizeigewahrsam in Aachen gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es im Jahr 2023 57879 waren. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, im Jahr 2023 waren es 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten gemeldeten Drogenfällen im Jahr 2023, die 73917 Fälle aufwies, liegt Nordrhein-Westfalen in der Nähe dieser Zahl.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








