Bundespolizei und Staatsanwaltschaft vollstrecken Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse gegen internationales Schleusernetzwerk im Großraum Nordrhein-Westfalen.
North Rhine-Westphalia: Schleusernetzwerk zerschlagen

Sankt Augustin (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Generalstaatsanwaltschaft Hamm und Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Sankt Augustin In Nordrhein-Westfalen wurden am 25. März 2026 vier Haftbefehle und -15- Durchsuchungsbeschlüsse im Großraum Essen, Gelsenkirchen, Marl, Herdecke und Lüdenscheid von der Bundespolizei mit über 500 Einsatzkräften vollstreckt. Der Hintergrund sind Ärmelkanalschleusungen mit kleinen Booten. Dabei wurden bisher umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter 33 Mobiltelefone, elf Schlauchboote, einen Bootsmotor, zahlreiche Rettungswesten oder andere Auftriebshilfen, über 50.000 Euro Bargeld sowie zwei Gewehre und eine Pistole.
Seit den frühen Morgenstunden vollstreckt die Bundespolizei unter anderem Europäische Haftbefehle und Europäische Ermittlungsanordnungen im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Hamm, der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Staatsanwaltschaft Essen unter Koordinierung von EUROPOL sowie EUROJUST.
Die Maßnahmen sind Teil umfangreicher internationaler Ermittlungen gegen ein Schleusernetzwerk, das illegale Bootsschleusungen über den Ärmelkanal nach Großbritannien organisiert und durchführt. Die international tätigen Täter erzielen Gewinne von ca. 100.000 bis zu 150.000 Euro pro ankommendem Boot in Großbritannien. Die Schleuser riskieren regelmäßig die Gefährdung von Leib und Leben der Migranten, da das verwendete nautische Material nicht für die Überfahrt über den Ärmelkanal geeignet ist.
Rund 20 Ermittler belgischer, französischer und britischer Ermittlungsbehörden, des BKA und EUROPOL begleiteten den erfolgreichen Einsatz.
Dank der engen Zusammenarbeit der europäischen Ermittlungsbehörden wurde ein wichtiger Schlag gegen internationale Schleusungskriminalität erzielt!
Weitere Informationen, insbesondere zu den Hintergründen der internationalen Ermittlungen, entnehmen Sie bitte den Pressemitteilungen von EUROPOL [https://t1p.de/p84v4] und EUROJUST [https://t1p.de/7s6i1].
Quelle: Presseportal








