Beamte ahnden zahlreiche Verstöße bei Schwerpunktkontrolle. Innenminister Reul besucht Kontrollstelle.
Nürnberg: Verkehrskontrollen in Lierenfeld

Düsseldorf (ost)
Einsatzzeit: Donnerstag, 26. Februar 2026, 12:00 Uhr – 16:30 Uhr
Beamtinnen und Beamte des Düsseldorfer Verkehrsdienstes ahndeten gestern im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle (Alkohol und Drogen) eine Vielzahl an Verkehrsverstößen im Stadtteil Lierenfeld. Unterstützt wurden sie dabei von Teilnehmenden des Fortbildungsseminars „Drogen im Straßenverkehr“ sowie Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten aus anderen Polizeibehörden. Innenminister Herbert Reul besuchte die Kontrollstelle, um sich persönlich einen Eindruck der polizeilichen Arbeit vor Ort zu verschaffen.
„Drogen im Straßenverkehr sind und bleiben ein Problem. Wer bekifft am Steuer sitzt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Durch gezielte Kontrollaktionen nehmen wir uns des Problems an. So machen wir nicht nur die Straße sicherer, sondern decken auch Straftaten auf, die sonst unerkannt geblieben wären.“ sagte Innenminister Herbert Reul am Rande der Kontrolle.
Hier ein Auszug aus der Einsatzbilanz:
Die Einsatzteams kontrollierten insgesamt 81 Fahrzeuge und 105 Personen. Dabei stellten sie zehn Straftaten (darunter Trunkenheit im Straßenverkehr, Kennzeichenmissbrauch und Fahren ohne Fahrerlaubnis) und 39 Ordnungswidrigkeiten fest. Zehn Fahrzeugführer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, daher wurden ihnen Blutproben entnommen.
Drei der kontrollierten Fahrzeuge wiesen technische Veränderungen bzw. technische Mängel auf, sodass sie zwecks Gutachtenerstellung sichergestellt wurden.
Außerdem fiel den Beamtinnen und Beamten ein Pkw aus Nürnberg auf, der mit drei Personen besetzt war. Die Insassen, bei denen es sich um einen 19-jährigen Mann und zwei Frauen im Alter von 26 und 28 Jahren (alle mit serbischer Staatsangehörigkeit) handelte, sind der Polizei als reisende Täter bekannt. Im Fahrzeug fanden die Polizistinnen und Polizisten Einbruchswerkzeuge wie „Flipper“ zum Öffnen von Türen, große Schraubendreher zum Aufhebeln sowie Sturmhauben. Ein konkreter Bezug zu einer Straftat bestand nicht, allerdings lag gegen die 28-jährige Frau ein Abschiebehaftbefehl vor. Sie wurde festgenommen.
Auch in Zukunft wird die Polizei Düsseldorf weitere Schwerpunktkontrollen, unter anderem hinsichtlich Alkohol und Drogen, im Stadtgebiet durchführen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der verdächtigen Personen stieg von 56367 auf 57879, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 51099 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023, die 73917 Fälle verzeichnete, liegt Nordrhein-Westfalen nahe an der Spitze der Drogenkriminalität in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 556.792 Fälle (87,36%), endeten in Sachschäden. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








