Die Polizei setzt auf die Hilfe der Zuschauer, um die noch flüchtigen Täter zu finden. Festnahmen bereits in Leverkusen und Bergisch Gladbach.
Oberbergischer Kreis: Raubüberfall auf Seniorin in Bergneustadt wird bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausgestrahlt

Rheinisch-Bergischer Kreis (ost)
Um den Raubüberfall auf eine 86-jährige Frau in Bergneustadt vor fast drei Jahren aufzuklären, setzt die Polizei des Oberbergischen Kreises auf die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Am Mittwochabend (8. April) wird Moderator Rudi Cerne den Fall aus dem Jahr 2023 vorstellen. Was war geschehen?
Am Morgen des 16. Juni 2023 klingelten vier vermummte Männer an der Tür einer 86-jährigen Frau in Bergneustadt und gaben sich als Polizisten aus. Sie stießen die Seniorin zu Boden, fesselten sie und durchsuchten die Wohnung nach Wertsachen. Während die Täter ihr Opfer gefesselt zurückließen, flüchteten sie in eine unbekannte Richtung.
Nachbarn hörten die Hilferufe der Frau, eilten zu Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte.
Nach intensiven Ermittlungen und Zeugenhinweisen nahm die Kriminalpolizei knapp drei Monate später einen damals 43-jährigen Tatverdächtigen in Leverkusen fest. Im August 2024 folgte dann die Festnahme eines zweiten Tatverdächtigen (ebenfalls 43) in Bergisch Gladbach.
Beide wurden zu Haftstrafen verurteilt.
Die beiden noch flüchtigen Mittäter sollen circa 1,80 Meter groß sein. Einer soll zur Tatzeit eine Adidas-Trainingsjacke, eine schwarze Hose und blaue Sneaker getragen haben, der andere ein schwarzes Langarmshirt, graue Handschuhe, blaue Jeans und eine Umhängetasche. Beide Männer sollen mit Basecap und grünen OP-Masken bekleidet gewesen sein.
Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zuschauern und fragen:
Wer hat am Morgen des 16. Juni 2023 ein verdächtiges Fahrzeug in der Kölner Straße in Bergneustadt gesehen? Wer verfügt über Informationen, die der Polizei noch nicht bekannt sind, aber zur Aufklärung beitragen könnten? Wer kann Angaben zur Identität der beiden Gesuchten machen?
Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02261 81990 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Die damaligen Pressemitteilungen:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65843/5536274
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65843/5715853
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige im Vergleich zu 60 weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auch von 206 auf 310. Trotz des Anstiegs der Mordraten in Nordrhein-Westfalen liegt die Region immer noch unter der Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023, wo 470 Fälle gemeldet wurden.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








