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Oberhausen: Statistik Hauptzollamt Duisburg 2025

Das Hauptzollamt Duisburg erzielte Einnahmen von 7 Milliarden Euro, zollte über 5 Millionen Waren und ermittelte 28,5 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit.

Quelle: Photothek / Amrei Schulz - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil im Austausch mit der Leiterin des Hauptzollamts Duisburg Stephanie Imhof in Duisburg am 05.09.2025
Foto: Presseportal.de

Duisburg; Essen; Oberhausen; Mülheim a. d. Ruhr; Kreis Kleve; Kreis Wesel (ost)

Das Hauptzollamt Duisburg konnte 2025 Einnahmen in Höhe von sieben Milliarden Euro erzielen, über fünf Millionen Warenpositionen zollrechtlich abfertigen und 28,5 Millionen Euro Schadenssumme durch Schwarzarbeit ermitteln. „Durch die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner konnte das Hauptzollamt Duisburg im Jahr 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und finanziellen Leistungsfähigkeit unseres Staats und der EU beitragen. Im Fokus lagen auch der Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung“, sagt Stephanie Imhof, Leiterin des Hauptzollamts Duisburg.

Einnahmen

Die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Duisburg erhoben und verwalteten im Jahr 2025 knapp sieben Milliarden Euro Steuern und Zölle. Sie tragen damit wesentlich zur Funktionsfähigkeit unseres Staates und der EU bei. Dabei haben die Verbrauchsteuern mit einer Summe von über vier Milliarden Euro den größten Anteil. Im Einzelnen nahm das Hauptzollamt Duisburg Steuern in folgenden Höhen ein:

51,5 Millionen Euro Genussmittelsteuer (beispielsweise Alkohol-, Bier- und Kaffeesteuer).

Für den Haushalt der EU konnte das Hauptzollamt Duisburg im Jahr 2025 Zölle in Höhe von 245 Millionen Euro erzielen.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Die Statistik der Finanzkontrolle Schwarzarbeit wurde bereits am 25.02.2026 veröffentlicht. Die Pressemitteilung ist abrufbar unter folgendem Link: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/121243/6223433 Die Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit führten im Bezirk des Hauptzollamts Duisburg im Jahr 2025 über 500 Arbeitgeberprüfungen aus den verschiedenen Wirtschaftsbereichen durch, bundesweit waren es über 25.000 Arbeitgeberprüfungen. Insgesamt leiteten die Zöllnerinnen und Zöllner im Rahmen der Ermittlungsarbeit rund 5.500 Verfahren ein (2024 waren es 5.340 Verfahren). Darunter befanden sich insgesamt 4.440 Strafverfahren und über 1.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Im Jahr 2025 konnte durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit an den Standorten Duisburg und Emmerich eine Schadenssumme von knapp 29 Millionen Euro ermittelt werden. Nach Abschluss der Strafverfahren verhängten die Gerichte im Jahr 2025 über 45 Jahre Freiheitstrafe und Geldstrafen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Durch abgeschlossene Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden über eine Million Euro Bußgelder geahndet.

Vollstreckung

Im Jahr 2025 vollstreckte das Hauptzollamt Duisburg durch seine Vollstreckungsstellen in rund 244.000 Fällen offene Forderungen und konnte durch Vollstreckungsaufträge insgesamt über 104 Millionen Euro beitreiben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Summe der Beitreibungen um rund 10 % angestiegen (2024 Forderungen in Höhe von 95 Millionen Euro). Bei den offenen Forderungen handelt es sich neben eigenen Steuer- und Abgabenforderungen auch um öffentlich-rechtliche Geldforderungen bundesunmittelbarer Körperschaften, z.B. der Bundesagentur für Arbeit und der Krankenkassen, die durch den Zoll vollstreckt werden.

Kontrollen

Die Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege in Duisburg und Emmerich sowie der Kontrolleinheit Reiseverkehr am Flughafen Weeze kontrollieren im Rahmen ihrer Zuständigkeit den grenzüberschreitenden Warenverkehr, um den Schmuggel von verbotenen Waren zu verhindern, Beschränkungen im Warenverkehr zu kontrollieren und Steuerhinterziehung im Rahmen der Steueraufsicht zu verfolgen. Im Jahr 2025 stellten die Einsatzkräfte der Kontrolleinheiten über zwei Tonnen Rauschgift sicher (2024 Sicherstellungsmenge von 190 Kilogramm) und leiteten mehr als 1.400 Strafverfahren ein. Im Einzelnen konnten folgende Rauschgiftmengen sichergestellt werden:

rund 68 Kilogramm sonstige Betäubungsmittel und neue psychoaktive Substanzen.

Im Rahmen der Steueraufsicht erhöhte sich die Sicherstellungsmenge von unversteuertem Tabak ebenfalls deutlich. Insgesamt konnten im Jahr 2025 über 2.600 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt werden, die verkauft, transportiert oder von einer Reise mitgebracht wurden (2024 rund 600 Kilogramm sichergestellter Tabak).

Warenabfertigung

Die Zollämter Emmerich, Essen, Ruhrort und Straelen-Autobahn haben im Jahr 2025 insgesamt über fünf Millionen Warenpositionen zollrechtlich abgefertigt. Die abgefertigten Warenpositionen betrafen in 2,2 Millionen Fällen die Einfuhr, in 2,7 Millionen Fällen die Ausfuhr und in 200.000 Fällen Versandverfahren. Die Zöllnerinnen und Zöllner tragen mit ihrer Arbeit an den Zollämtern erheblich zum Verbraucherschutz und somit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger bei. Wenn an den Zollämtern bedenkliche Waren festgestellt werden, erfolgt zur weiteren Überprüfung eine Weitergabe dieser an die jeweilige Fachbehörde. Falls dort festgestellt wird, dass die Waren nicht gesetzeskonform oder gefährlich sind, wird die Einfuhr durch den Zoll gestoppt.

Allgemeine Informationen

Das Hauptzollamt Duisburg ist für die Kreise Kleve und Wesel sowie für die Städte Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zuständig und zugleich Ansprechpartner für Wirtschaftsbeteiligte und rund 2,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig ist das Hauptzollamt Duisburg Arbeitgeber für über 800 Beschäftigte, wovon sich 110 derzeit in der Ausbildung oder im Studium befinden. In der Beschäftigtenzahl konnte das Hauptzollamt Duisburg seit 2015 aufgrund einer verstärkten Ausbildungsoffensive des Zolls einen Anstieg um rund 44 % verzeichnen. Auch in den kommenden Jahren wird der Zoll verstärkt Ausbildungs- und Studienplätze für eine sichere Zukunft in einer großen Bundesverwaltung anbieten.

Weitere Informationen zu der Arbeit des Zolls und zu der Ausbildung beziehungsweise des Studiums beim Zoll erhalten Interessierte auf der Internetseite www.zoll.de oder www.zoll-karriere.de.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, blieb die Anzahl der Verdächtigen relativ konstant. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer und 6.780 Frauen. Auffällig ist der Anstieg der nicht-deutschen Verdächtigen von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die mit Drogenkriminalität zu kämpfen haben, liegt Nordrhein-Westfalen mit 73.917 Fällen im Jahr 2023 an der Spitze.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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