In der Mehrzweckhalle Schwitten fand die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Menden statt. Die Wehrleitung begrüßte zahlreiche Kameraden und Vertreter aus Politik und Verwaltung.
Oesbern: Feuerwehr Menden, Jahresdienstbesprechung in Schwitten

Menden (ost)
Menden/Schwitten. In der Mehrzweckhalle Schwitten fand am 28. Februar die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Menden statt. Neben zahlreichen Kameradinnen und Kameraden aus Einsatzabteilungen, Jugend- und Kinderfeuerwehr, Ehrenabteilung sowie den Spielmannszügen begrüßte die Wehrleitung Vertreter aus Politik, Verwaltung und befreundeten Organisationen. Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Spielmannszüge aus Mitte und Bösperde.
Gedenken an verstorbene Kameraden
Zu Beginn gedachte die Versammlung der im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden. Besonders gewürdigt wurde Unterbrandmeister Markus Budde, der im Alter von 55 Jahren verstarb. Seit 1989 engagierte er sich aktiv im Dienst der Feuerwehr und wurde 2024 für 35 Jahre Mitgliedschaft mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Die Wehrleitung betonte seine langjährige Verbundenheit und seinen Einsatz für die Kameradschaft.
Grußworte von Bürgermeisterin und Kreisbrandmeister
In ihrem Grußwort würdigte Manuela Schmidt die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Feuerwehr. Sie ging dabei ausdrücklich auf die Situation der Feuerwehrgerätehäuser ein und unterstrich die Bedeutung moderner Infrastruktur für eine leistungsfähige Gefahrenabwehr. „Die Feuerwehr Menden kann sich auf die Unterstützung von Rat und Verwaltung verlassen. Gute Ausstattung und zeitgemäße Gerätehäuser sind keine Luxusfrage, sondern Voraussetzung für Sicherheit in unserer Stadt“, betonte die Bürgermeisterin. Mit Blick auf die laufenden und geplanten Bauprojekte sicherte sie zu, die weiteren Schritte konstruktiv zu begleiten. Der stellvertretende Kreisbrandmeister des Märkischen Kreises, Jörg Döring, schloss sich in seinem Grußwort den Worten der Bürgermeisterin an und übermittelte den Mendener Feuerwehrkräften den Dank des Märkischen Kreises. Er ging besonders aus die sich entwickelnde Weltlage und die daraus auch für die Einsatzkräfte entstehenden neuen Aufgaben ein und betonte, wie wichtig es sei, sich auch auf Konflikt- und Krisensituationen und deren Auswirkungen auf den Märkischen Kreis vorzubereiten.
Einsätze und neue Herausforderungen
Nach den Berichten der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Ehrenabteilung und der Notfallseelsorge blickte die Wehrführung auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück: Zu den markantesten Einsätzen zählte ein Gefahrstoffeinsatz im Mendener Rathaus. Auch wenn kein vorsätzlicher Hintergrund festgestellt wurde, verdeutlichte der Einsatz die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, die zunehmend Einfluss auf das Einsatzgeschehen nehmen. „Die Entwicklung der inneren Sicherheit wirkt sich spürbar auf unser Einsatzgeschehen aus. Darauf müssen wir organisatorisch und technisch vorbereitet sein“, führte die Wehrleitung aus. Die Feuerwehr ist zudem verstärkt in die Absicherung von Großveranstaltungen eingebunden. Feste und mobile Terrorsperren erhöhen zwar die Sicherheit, erschweren jedoch im Ernstfall den Zugang für Rettungskräfte – eine Herausforderung, die präzise Einsatzplanung und enge Abstimmung erfordert.
Moderne Technik und Investitionen
Um auf komplexe Einsatzlagen vorbereitet zu sein, wurden eine Einheit für Informations- und Kommunikationstechnik sowie eine Drohneneinheit eingerichtet. Der Einsatzleitungsraum wurde modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Zudem kann die Feuerwehr nun direkt auf Einsatzdaten der Leitstelle zugreifen – eine erste Übung verlief erfolgreich. Auch der Fuhrpark wurde weiter erneuert: Neben einem neuen Einsatzleitwagen an der Hauptwache stehen dort sowie bei der Löschgruppe Lendringsen neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein vollwertiges HLF 20 als Ersatzfahrzeug beschafft.
Feuerwehrhäuser: Fortschritte und Perspektiven
Die Neubauten der Feuerwehrhäuser in Schwitten und Halingen konnten 2025 noch nicht offiziell übergeben werden. Während Halingen inzwischen inoffiziell übergeben wurde, stehen für Schwitten noch bautechnische Abstimmungen aus. Die offizielle Übergabe beider Standorte ist – vorbehaltlich finaler Freigaben – für April vorgesehen. In Oesbern laufen Bauarbeiten, für den Standort Menden-Mitte ist der Planungsbeginn für 2026 vorgesehen. Ziel bleibt eine Realisierung innerhalb dieses Jahrzehnts. Die Wehrleitung machte deutlich, dass insbesondere am Standort Mitte weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht.
Ausbildung auf hohem Niveau
Die Feuerwehr Menden investiert weiterhin stark in Ausbildung. Insgesamt nahmen zahlreiche Einsatzkräfte an Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teil – darunter Truppführer-, ABC-, Maschinisten- sowie Führungslehrgänge bis hin zur Zugführer-Qualifikation am Institut der Feuerwehr. Die Wehrleitung sprach allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Dank und Anerkennung aus. Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen Insgesamt 15 neue Kameradinnen und Kameraden konnten aus der Jugendfeuerwehr oder anderen Bereichen in den aktiven Dienst übernommen werden. Darüber hinaus gab es zahlreiche Ernennungen und Beförderungen. Für langjährige Zugehörigkeit wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet – unter anderem für 25, 35, 40 und sogar 60 Jahre aktiven Dienst. Besonders gewürdigt wurden auch Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr. Im Rahmen der Versammlung wurde zudem Bernd Steppuhn nach 49 Jahren aktivem Einsatzdienst in die Ehrenabteilung verabschiedet. Sein langjähriges Engagement, unter anderem als Maschinist, Atemschutzgerätewart und Schriftführer, wurde gewürdigt und mit großem Applaus anerkannt.
Dank und Ausblick
Die Wehrleitung dankte abschließend allen Einsatzkräften, der Verwaltung, der Politik sowie den Familien der Feuerwehrangehörigen für die Unterstützung. Mit Blick auf das bevorstehende Jubiläumsjahr der Stadt Menden und die kommenden Projekte zeigte sich die Feuerwehr gut aufgestellt. Die Organisation und Bewirtung der Veranstaltung übernahm die Löschgruppe Schwitten, der dafür besonderer Dank ausgesprochen wurde. Mit dem gemeinsamen Feuerwehrlied und einem Fototermin endete die diesjährige Jahresdienstbesprechung.
Quelle: Presseportal








