Ein 72-jähriger Bewohner sticht auf Mitbewohnerinnen, eine 86-Jährige stirbt. Ermittlungen und Betreuungsmaßnahmen laufen.
Olfen/ Münster: Seniorenzentrum-Stecherei,86-Jährige verstorben

Olfen/ Münster (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Münster, Polizei Coesfeld und Polizei Münster.
Am Freitagabend (16.10., 19:00 Uhr) hat ein 72-jähriger Bewohner eines Seniorenheims in Olfen drei Mitbewohnerinnen mit einem Messer angegriffen, wobei eine 86-jährige Frau gestorben ist.
Nach ersten Untersuchungen griff er in der Cafeteria weitere Bewohner mit einem Messer an. Eine 86-jährige Frau erlag den Verletzungen noch am Tatort. Rettungskräfte brachten eine 81-jährige schwer verletzte Frau und eine 83-jährige lebensgefährlich verletzte Frau ins Krankenhaus. Zwei Rettungshubschrauber wurden eingesetzt. Die alarmierten Polizisten nahmen den 72-jährigen deutschen Verdächtigen ohne Widerstand fest. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.
Die Polizei Münster hat die Ermittlungen und Betreuungsmaßnahmen übernommen. Eine Mordkommission wurde eingesetzt. Die Untersuchungen zum Hintergrund der Tat dauern an.
Für Vertreter der Medien wurde eine Medienanlaufstelle eingerichtet. Diese befindet sich auf einem Parkplatz im Sankt-Vitus-Park in Olfen. Die Pressestelle der Polizei Münster ist telefonisch unter der Nummer 0251 275 1010 für Medienschaffende erreichbar.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männlich war. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige im Vergleich zu 75 weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte die Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 insgesamt 470 registrierte Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen eine hohe Kriminalitätsrate aufweist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








