Haftbefehl nach Messerangriff in Seniorenzentrum, Ermittlungen dauern an. Kontakt für Medienauskünfte vorhanden.
Olfen: Tatverdächtiger 72-Jähriger in Haft

Münster/ Olfen (ost)
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Coesfeld und der Polizei Münster.
Nachtrag zur Pressemitteilung “72-Jähriger sticht auf Mitbewohnerinnen im Seniorenzentrum – 86-Jährige verstorben” (Meldung vom 17.10., 00:36 Uhr, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/6372871).
Nach dem Messerangriff in einem Seniorenzentrum in Olfen, bei dem eine 86-Jährige tödlich verletzt worden war, hat eine Richterin des Amtsgerichts Münster auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Samstag (17.10., 19:30 Uhr) Haftbefehl gegen den tatverdächtigen 72-Jährigen erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Diesen wird er voraussichtlich in einem Justizvollzugskrankenhaus antreten. Dem Beschuldigten wird Totschlag sowie zweifach versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern an.
Für Medienauskünfte steht Staatsanwältin Ann-Kathrin Schindler unter der Rufnummer (0172) 2913810 zur Verfügung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 206 auf 310 zunahm. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen zu den Regionen mit den höchsten Mordraten in Deutschland gehört.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








