Ein 68-jähriger Mann aus Lippstadt wurde Opfer von betrügerischen Trading-Plattformen. Die Polizei warnt vor Online-Anlagebetrug mit vermeintlich hohen Renditen.
Online-Anlagebetrug: Geschädigter verliert fünfstelligen Betrag

Lippstadt (ost)
Ein 68-jähriger Mann aus Lippstadt wurde Opfer eines Betrugs im Bereich der Online-Anlagen und erlitt dabei einen finanziellen Schaden im fünfstelligen Bereich. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet und warnt erneut vor betrügerischen Investmentangeboten im Internet.
Nach bisherigen Informationen stieß das Opfer im Dezember 2025 über soziale Medien auf eine Werbung für Aktien- oder Handelsanlagen mit angeblich hohen Gewinnen. Nachdem er Kontakt aufgenommen hatte, meldete sich eine vermeintliche Angestellte eines Finanzinstituts über einen Messenger-Dienst und schickte einen Link zum Herunterladen einer Handels-App.
Nach der Registrierung überwies der Mann zunächst kleine Geldbeträge auf ein angegebenes Konto. In der App wurden scheinbare Gewinne angezeigt, außerdem erhielt er testweise eine geringe Auszahlung, was Vertrauen schuf. Daraufhin tätigte das Opfer weitere Überweisungen.
Später wurde ihm eine vermeintliche Kapitalversicherung angeboten. In diesem Zusammenhang wurden etwa 35.000 Euro auf sein persönliches Konto überwiesen, die er dann auf das Handelskonto weiterleiten sollte. Nach den Überweisungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Geld um einen Kredit handelte, der anscheinend ohne sein Wissen beantragt worden war. Kurz darauf waren Auszahlungsfunktionen der App nicht mehr verfügbar.
Ein Teilbetrag konnte von der Bank rückgängig gemacht werden, dennoch entstand ein finanzieller Schaden von über 16.000 Euro.
Die Polizei empfiehlt:
Seien Sie skeptisch bei Anlageversprechen mit ungewöhnlich hohen Gewinnen.
Prüfen Sie Anbieter gründlich und nutzen Sie nur bekannte, regulierte Plattformen.
Laden Sie keine Apps über zugesandte Links von unbekannten Personen herunter.
Überweisen Sie kein Geld auf Anforderung von Online-Bekanntschaften oder vermeintlichen Finanzberatern.
Kontaktieren Sie bei Zweifeln Ihre Bank oder die Polizei, bevor Sie Zahlungen leisten.
Hinweise zu ähnlichen Fällen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der registrierten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum, während die Anzahl der Verdächtigen von 6623 auf 7062 anstieg. Unter den Verdächtigen waren 4478 Männer, 2145 Frauen und 2072 Nicht-Deutsche im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 4726 Männer, 2336 Frauen und 2159 Nicht-Deutsche waren. Im Vergleich dazu hatte die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








