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Online-Betrug in Iserlohn

Eine 40-jährige Frau verlor Geld, anstatt Schuhe zu verkaufen, nachdem sie auf einen gefälschten Link klickte und ihre Kontodaten preisgab.

Foto: Depositphotos

Iserlohn (ost)

Es kann teuer werden, einfach einem zugesandten Link zu folgen und seine Kontodaten auf der Website einzugeben. Eine 40-jährige Iserlohnerin musste diese Erfahrung machen. Statt Geld beim Online-Verkauf von gebrauchten Schuhen einzunehmen, hat sie Geld verloren. Die Iserlohnerin bot ihre Schuhe in einem Online-Portal an und erhielt sofort ein Angebot. Ein Versuch, mit PayPal zu bezahlen, schlug angeblich fehl, so dass sich Verkäuferin und Interessent auf einen “Direktkauf” einigten. Die E-Mail, die nun im Postfach der Iserlohnerin landete, schien vom Verkaufsportal zu stammen. Der Buchstabendreher in der Absender-Domain fiel der Verkäuferin zunächst nicht auf. Sie folgte dem Link und gab auf der Seite ihre Kontodaten ein. Kurz darauf wurde eine Sofortüberweisung von ihrem Konto ausgelöst und das Geld war weg. Die Polizei kennt diese Masche, warnt immer wieder. Die Betrugsmasche richtet sich an Verkäufer. Sie werden aus den Bezahlsystemen der Online-Dienste heraus auf Fake-Seiten gelockt. Wer dort seine Kontozugangsdaten eingibt, liefert sie den Betrügern frei Haus. Stattdessen sollten sich (Hobby-)Händler nur innerhalb ihres Online-Dienst-Kontos bewegen. Dann erfährt niemand die Kontodaten und bei Auseinandersetzungen über die verkaufte Ware können Zahlungen storniert werden.

Von einem Firmengelände an der Berkenstraße wurde am Wochenende rund eine Tonne Messingdraht gestohlen.

Fake-Shops sprießen nicht nur im Herbst wie Eintags-Pilze aus dem Internet. Ein 31-jähriger Iserlohner hat in einem solchen Shop Ware bestellt. Er glaubte, sich im Online-Angebot eines bekannten deutschen Discounters zu bewegen. Deshalb bezahlte er die bestellte Ware auch ohne Misstrauen. Doch auf die Lieferung wartet er bis heute. Das fehlende Impressum und lediglich eine Kontakt-Mailadresse fielen dem Iserlohner erst später auf. Auf seine Nachfrage, wo denn seine Bestellung bleibe, bekam er natürlich keine Antwort. Deshalb erstattete er online Anzeige bei der Polizei. Die mahnt zur Vorsicht: Vor dem Klick auf “Kaufen” und vor allem vor dem Bezahlen sollten sich Online-Käufer den auserwählten Shop genauer anschauen. Auch dank Künstlicher Intelligenz können Betrüger heute fast kinderleicht voll funktionsfähige Online-Shops nachbauen, die sich kaum noch vom Original unterscheiden. Unschlagbar günstige Preise könnten einen Hinweis darauf liefern, dass etwas nicht stimmt. Auch wenn ein Backshop plötzlich günstige Waschmaschinen anbietet, könnte etwas im Argen liegen. Die Polizei rät, sich die Domain genau anzuschauen: Steht im Adressfeld tatsächlich der korrekt geschriebene Name des Unternehmens oder gibt es “Buchstabendreher”? Gibt es ein Impressum mit richtiger Adresse? Bei unbekannten Shops hilft es manchmal auch, die Adresse bei Google Maps zu prüfen: Erscheint an der angegebenen Adresse des angeblichen Luxus-Möbelladens ein Schrottplatz, könnte auch hier etwas nicht ganz korrekt sein. Es gibt Vertrauenssiegel, die Online-Shops eine gewisse Seriosität bescheinigen. Diese Qualitätssiegel, die auf einer Shop-Seite zu sehen sind, sollten allerdings anklickbar sein und zu dem angeblichen Dienst führen. Sind es reine Bilddateien, schmückt sich jemand wahrscheinlich mit falschen Federn. Am Ende wollen die Täter möglichst schnell abkassieren. Bietet ein Shop zunächst alle Zahlungsmöglichkeiten, aber am Ende bleibt doch nur Vorkasse übrig, so ist Misstrauen angesagt. Eine angebliche Auslands-Bankverbindung eines in Deutschland ansässigen Unternehmens könnte ein weiterer Hinweis auf Betrugsabsichten sein. Schließlich können Online-Käufer auch nach Bewertungen anderer Käufer suchen.

Kommen Bedenken erst nach dem Klick, sollten Käufer schnell handeln und Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen. Eventuell lässt die Überweisung stoppen. (cris)

Unbekannte Täter drangen zwischen Freitagabend und Montagmorgen in eine Grundschule am Saatweg ein. Hierfür hebelten sie eine Tür auf. Die Einbrecher entwendeten aus einem Klassenraum u.a. Laptops. Die Polizei ermittelt wegen Einbruchdiebstahls und sucht Zeugen. Wer hat am Wochenende verdächtige Personen im Umfeld des Tatortes gesehen? Hinweise nimmt die Wache Iserlohn unter 02371/9199-0 entgegen. (dill)

Quelle: Presseportal

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