Bei einer gemeinsamen Kontrolle wurden Glücksspielautomaten und Drogen in einem Vereinslokal entdeckt. Ermittlungen wegen unerlaubtem Glücksspiel und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.
Ordnungsamt und Polizei kontrollieren Vereinslokal: Glücksspielautomaten und Drogen sichergestellt

Sankt Augustin (ost)
Bei einer gemeinsamen Überprüfung von Ordnungsamt und Polizei wurden Spielautomaten und Drogen sichergestellt. Am Abend des Donnerstags (08. Oktober) führten Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Sankt Augustin zusammen mit Polizisten der Wache Sankt Augustin und Ermittlern des Kriminalkommissariats 3 eine Kontrolle in einem Vereinslokal in Sankt Augustin durch. Das überprüfte Objekt sind die Räumlichkeiten eines als gemeinnützig agierenden Freundschaftsvereins im Stadtteil Menden. Es bestand der Verdacht, dass die Räumlichkeiten entgegen des angegebenen Vereinszwecks auch als Gaststätte genutzt wurden. Während der Kontrolle trafen die Einsatzkräfte gegen 20:00 Uhr mehrere Personen an, deren Identität überprüft wurde. In den Räumlichkeiten fanden die Beamten drei Spielautomaten, für die keine entsprechenden Genehmigungen vorlagen. Da der Verdacht des illegalen Glücksspiels bestand, wurden die Geräte beschlagnahmt. Zusätzlich entdeckten die Einsatzkräfte hinter der Theke etwa 20 Gramm Marihuana und ungefähr fünf Gramm Kokain. Die gefundenen Drogen wurden sichergestellt. Während das Ordnungsamt der Stadt Sankt Augustin mögliche Verstöße gegen gewerbliche Vorschriften prüft, haben die Ermittler des Kriminalkommissariats 3 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen hierzu sind im Gange. (Uhl)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56367 auf 57879 zurück. Unter den Verdächtigen waren 2023 51099 Männer, 6780 Frauen und 18722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








