Am Mittwoch, 29. April, wurde ein 69-jähriger Mann auf einem Supermarktparkplatz in Paderborn-Elsen von angeblichen Spendensammlern bestohlen. Die Polizei sucht Zeugen und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.
Paderborn-Elsen: Raub auf Supermarktparkplatz durch Spendensammler

Paderborn-Elsen (ost)
(md) Am Mittwoch, den 29. April, ereignete sich auf einem Parkplatz eines Supermarktes in Paderborn-Elsen ein räuberischer Diebstahl durch vermeintliche Spendensammler. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise und erhöhte Wachsamkeit.
Früh am Abend parkte ein 69-jähriger Mann sein Auto auf dem Parkplatz an der Alisostraße in Elsen. Ein unbekannter Mann mit einem Schreibbrett näherte sich dem Auto und gab vor, Unterschriften und Spenden für Taubstumme zu sammeln. Während der Mann die Tür öffnete und unterschrieb, entwendete der Unbekannte Geld aus dem Portemonnaie, das sich in der Fahrzeugtür befand. Nach Aufforderung, das Geld zurückzugeben, versuchte der Täter zu fliehen. Nach einem kurzen Kampf mit dem Autofahrer wurden andere Kunden aufmerksam und der vermeintliche Spendensammler gab das Geld zurück und floh in einem Audi vom Parkplatz in Richtung Von-Ketteler-Straße. Eine weitere verdächtige Person, die ebenfalls angeblich Spenden sammelte, flüchtete zu Fuß in Richtung der gegenüberliegenden Dionysiusschule.
Ein Zeuge des Vorfalls beschreibt die beiden Personen als männlich und südeuropäisch aussehend. Der eine war zwischen 30 und 35 Jahre alt und trug eine beige Jacke, ein weißes Shirt und dunkelblaue Jeans. Der zweite war jünger, zwischen 20 und 25 Jahre alt und trug ein weißes Shirt. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 05251 306-0 zu melden.
Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit: Solche „Spendensammler“ handeln nicht nur betrügerisch, sondern nutzen wie hier gezielt Ablenkungsmanöver, um Diebstähle zu begehen. Die Polizei rät dazu, solchen Personen konsequent auszuweichen, keine Unterschrift zu leisten und sofort die 110 zu wählen, wenn man sich bedrängt fühlt. Geldbörsen sollten nie leicht zugänglich aufbewahrt oder in Gegenwart Fremder einfach geöffnet werden.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








