Paderborns fünfte Jahreszeit verlief friedlich mit geringem Kriminalitätsaufkommen. Einsatzkräfte bewährten sich, zahlreiche Kontrollen wurden durchgeführt.
Paderborn: Polizei zieht positive Bilanz für das Liborifest 2026

Paderborn (ost)
Die Paderborner Oktoberfestzeit verlief auch in diesem Jahr größtenteils friedlich mit einer sehr geringen Kriminalitätsrate. Die Polizei zieht eine positive Bilanz.
Während der gesamten neun Tage waren zahlreiche Polizeikräfte bei der gut besuchten Veranstaltung präsent. Das bewährte Einsatzkonzept hat sich aus Sicht der Polizei bewiesen. Zur Sicherheit der Kirmesbesucher gab es die Liboriwache am Rosentor und eine mobile Wache am Jühenplatz. Neben uniformierten Beamten waren auch Zivilkräfte und Diensthundführer bis spät in die Nacht im Einsatz. Gemeinsame Streifen von Polizei und städtischen Ordnungsamtsmitarbeitern sowie der Präventionseinsatz des Kriminalkommissariats Prävention/Opferschutz zusammen mit der Bundespolizei zum Thema Taschendiebstahl gehörten ebenfalls dazu.
Die Besucher der Kirmes suchten aus verschiedenen Gründen Kontakt zu den Einsatzkräften, sei es um bestimmte Orte oder Veranstaltungen zu finden oder um sich nach Bus- und Bahnverbindungen zu erkundigen. Insgesamt wurden 152 Hilferufe gezählt. 19 vermisste Personen, hauptsächlich Kinder, konnten schnell wieder mit ihren Begleitungen vereint werden. Die Einsatzkräfte führten insgesamt 108 Personenkontrollen durch.
Insgesamt wurden 31 Strafanzeigen erstellt, darunter elf Körperverletzungen und 12 Diebstähle. Ein Mann führte Pfefferspray bei sich und ein anderer einen Schlagring. Beide Gegenstände wurden beschlagnahmt und entsprechende Anzeigen wurden erstattet. Die Polizei sprach 36 Platzverweise aus. Sechs Personen leisteten Widerstand und wurden in Gewahrsam genommen. Drei Personen konsumierten Cannabis auf dem Veranstaltungsgelände. Die Beamten leiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Bei einer Personenkontrolle leistete eine Frau Widerstand gegen eine Polizistin. Ihr wurde eine Blutprobe entnommen und sie wurde in Gewahrsam genommen.
Auch im Straßenverkehr führten die Polizeibeamten umfangreiche anlassbezogene Kontrollen durch. Acht Personen fuhren unter dem Einfluss von Drogen einen E-Scooter oder ein Auto, und eine Person war alkoholisiert unterwegs. Entsprechende Anzeigen wurden erstellt. 14 weitere Verstöße, hauptsächlich Geschwindigkeitsüberschreitungen, wurden mit Verwarnungen geahndet.
Bereits vor Beginn der Kirmes brachen Unbekannte in vier Schaustelleranhänger ein (vgl. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/55625/6319873).
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1.980 auf 2.725. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 1.633 auf 1.897 hoch. Von den Verdächtigen waren 1.284 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten Taschendiebstähle in Deutschland verzeichnet – insgesamt 39.519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023. Von diesen Verdächtigen waren 49.610 männlich und 6.757 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten gemeldeten Drogenfällen im Jahr 2023, 73.917 in Nordrhein-Westfalen, zeigt sich, dass diese Region einen bedeutenden Anteil an der Drogenkriminalität in Deutschland ausmacht.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








