Ein 24-jähriger Mann aus Bad Driburg wurde nach einer räuberischen Erpressung in einem Juweliergeschäft in Paderborn in einem Warenhaus festgenommen.
Paderborn: Räuberische Erpressung in Juweliergeschäft, Mann festgenommen

Paderborn (ost)
(mh) Nach einem Überfall in einem Juweliergeschäft in der Westernstraße in Paderborn wurde kurz darauf ein Verdächtiger in einem Warenhaus von der Polizei festgenommen.
Ein 24-jähriger Mann aus Bad Driburg betrat das Geschäft am Freitagmorgen, dem 20. März. Nachdem er sich kurz von einer Verkäuferin beraten ließ, gab er vor, einen Ring, eine Kette und anderen Schmuck im Gesamtwert von weniger als dreistellig kaufen zu wollen. Als die Angestellte die Ware verpackt hatte, zeigte der 24-Jährige eine Waffe und forderte die Herausgabe des Schmucks. Die Frau übergab ihm die Tasche und der Mann flüchtete.
Kurz nachdem die Mitarbeiterin die Polizei gerufen hatte, meldete sich ein Angestellter eines benachbarten Warenhauses, da sich ein unbekannter Mann auf der Verkaufsfläche befand, obwohl das Geschäft noch geschlossen war. Der Angestellte führte die Polizei in ein Büro des Warenhauses, wo sich der Verdächtige befand. Es stellte sich heraus, dass er Bauarbeiten im Warenhaus genutzt hatte, um als Handwerker verkleidet in das Gebäude zu gelangen.
Die Beamten fanden den gestohlenen Schmuck aus dem Überfall bei ihm und stellten ihn sicher. Die Schreckschusspistole hatte der Mann bereits dem Mitarbeiter des Warenhauses übergeben, bevor die Polizei eintraf. Auch die PTB-Waffe wurde beschlagnahmt. Der 24-Jährige ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Paderborn wurde er einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Räuberieraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle von Raubüberfällen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg auch die Anzahl der Verdächtigen von 8073 im Jahr 2022 auf 9103 im Jahr 2023. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 3590 auf 4163 anstieg. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten Raubüberfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








