Europaweiter Tag ohne Verkehrstote am 18. September. Polizei kontrollierte Verkehrssicherheit in Paderborn und Salzkotten, Verstöße geahndet.
Paderborn /Salzkotten /Kreis Paderborn: Tag ohne Verkehrstote – Polizei führte Schwerpunkteinsatz durch

Paderborn /Salzkotten /Kreis Paderborn (ost)
(CK) – Der Tag ohne Verkehrstote wird europaweit am Freitag, den 18. September, gefeiert. Dieser Tag ist Teil der ROADPOL-Aktionswoche “Safety Days” 2026, die vom 16. bis 22. September stattfindet.
Während dieser Aktionswoche führte die Polizei am Donnerstag, den 17. September, einen Einsatz durch, der sich auf die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer konzentrierte. Es wurden verschiedene Kontrollstellen in Paderborn und Salzkotten eingerichtet, darunter an der Neuhäuser Straße, dem Heierswall, der Heiersstraße, der Borchener Straße, der Bahnhofstraße, der Münsterstraße/Römerstraße, der Schloßstraße und dem Marktplatz in Salzkotten.
Neben vielen Verkehrsverstößen, die mit Verwarnungsgeldern geahndet wurden, wie z.B. das Fahren mit einem E-Scooter oder Fahrrad/Pedelec auf dem Gehweg, stellten die Polizeibeamten auch schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten fest, wie das Ignorieren von Rotlicht, die Nutzung des Handys oder das Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Insgesamt wurden 39 Verwarnungsgelder verhängt, elf Ordnungswidrigkeitenanzeigen und zwei Strafanzeigen erstellt.
Um 08.25 Uhr wurde ein 56-jähriger Paderborner mit seinem E-Scooter an der Fürstenallee kontrolliert. Er hatte zuvor eine rote Ampel missachtet. Er muss mit einer Geldstrafe von 60 Euro rechnen.
Ein 19-jähriger Paderborner wurde um 08.30 Uhr mit seinem E-Scooter auf dem Gehweg der Schloßstraße erwischt. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht versichert war. Der Fahrer erwartet eine Strafanzeige und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.
Um 08.45 Uhr fuhr ein 16-jähriger Paderborner mit seinem E-Scooter auf dem Gehweg in der Nähe der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Er war mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug über eine Handy-App auf eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h eingestellt werden konnte. Der 16-Jährige besaß keine Fahrerlaubnis, daher erwartet ihn ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Um 10.10 Uhr wurde ein 30-jähriger Paderborner an der Borchener Straße in der Nähe der Aral-Tankstelle mit einem Leih-Scooter angehalten. Er fuhr auf der falschen Seite und auf dem Gehweg. Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf Drogenkonsum, ein Vortest war positiv. Es wurde eine Blutprobe entnommen. Ihn erwarten eine Geldstrafe von 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte.
VISION ZERO – Der Tag ohne Verkehrstote soll daran erinnern, dass hinter jeder Unfallstatistik eine Person steht – eine Mutter, ein Vater, ein Kind, ein Freund. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel und bringt für viele andere Menschen großes Leid.
Das Ziel der Aktion ist es zu zeigen, dass das Verhalten jedes Einzelnen im Straßenverkehr entscheidend ist, um Unfälle zu vermeiden. Verkehrsunfälle passieren nicht einfach so – sie werden verursacht. Daher bittet die Polizei alle Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten, vorbildlich zu handeln und Rücksicht zu nehmen. Jeder kann dazu beitragen, eine positive Atmosphäre im Straßenverkehr zu schaffen. Letztendlich wollen alle Verkehrsteilnehmer nur eins: sicher nach Hause kommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten 11.172 und die Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








