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Paderborn-Wewer: Diebstähle in Discountern, Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest

Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag drei Tatverdächtige festgenommen, die im Kreis Paderborn Taschendiebstähle begangen haben.

Foto: Depositphotos

Paderborn-Wewer (ost)

(mh) Am Donnerstagnachmittag, dem 15. Oktober, wurden ein Mann und zwei Frauen von der Polizei vorläufig festgenommen, da sie im Verdacht stehen, in Discountern im Kreis Paderborn Taschendiebstähle begangen zu haben.

Der Bezirksdienst der Polizei für den Raum Borchen und Paderborn-Wewer erhielt um 13.10 Uhr Informationen über einen Taschendiebstahl in einem Discounter in Borchen. Zwei Frauen sollen dort mit einem Daimler Chrysler mit einem Kennzeichen aus Gelsenkirchen geflüchtet sein. Das Auto wurde von einem im Fahrzeug wartenden Mann gesteuert. Zuvor waren ähnliche Diebstähle in Discountern in den Paderborner Ortsteilen Schloß Neuhaus und Elsen sowie in Bad Lippspringe bekannt geworden.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Bezirksdienst vor einer Filiale des Discounters in Paderborn-Wewer und suchte den Parkplatz nach dem verdächtigen Daimler ab. Schließlich wurde das Auto entdeckt, der Mann saß am Steuer und der Beamte forderte Verstärkung an. Als zwei Frauen aus der Filiale kamen, in den Chrysler einstiegen und der Fahrer das Auto vom Parkplatz fahren wollte, stoppte die Polizei den Daimler.

Die drei Verdächtigen im Fahrzeug sind bulgarische Staatsbürger. Der Fahrer, der in Gelsenkirchen lebt, ist 25 Jahre alt. Die beiden Frauen, die mutmaßlich für die Diebstähle in den Filialen verantwortlich sind, sind 46 und 49 Jahre alt. Sie leben in Herne und ebenfalls in Gelsenkirchen. Die Polizei durchsuchte das Auto und nahm die drei Verdächtigen vorläufig fest, da sie bereits in der Vergangenheit durch ähnliche Taten aufgefallen waren.

Es wird empfohlen, Wertsachen eng am Körper und in Innentaschen zu tragen. Portemonnaies oder Handys sollten keinesfalls offen in Einkaufswagen oder Handtaschen mitgeführt werden. Misstrauen ist angebracht, wenn andere Personen die natürliche Distanz unterschreiten, da es sich um einen Ablenkungsversuch handeln könnte.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Trotzdem konnte die Polizei im Jahr 2023 mehr Fälle lösen, nämlich 2.725 im Vergleich zu 1.980 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 1.633 im Jahr 2022 auf 1.897 im Jahr 2023. Die meisten Verdächtigen waren männlich, wobei 1.175 Männer im Jahr 2022 und 1.442 Männer im Jahr 2023 verdächtigt wurden. Im Vergleich dazu wurden in der Region mit den meisten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle registriert.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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