Mehr als 16 Jahre nach einem Tötungsdelikt in Köln wurde ein 60-jähriger Mann festgenommen, der an der Tat im Jahr 2010 beteiligt gewesen sein soll.
Passau: Tatverdächtiger der EG Cold Case festgenommen

Köln (ost)
Zusatz zur Presseerklärung vom 8. August 2024, Absatz 3:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/5839705
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Köln teilen mit:
Mehr als 16 Jahre nach dem Mord an einem 43-jährigen Mann in Köln haben Beamte der Bundespolizei am Samstagabend (28. März) einen weiteren Verdächtigen (60) festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, an der Tat im Januar 2010 beteiligt gewesen zu sein. Damals wurde die Leiche des Italieners von Passanten neben einer Leitplanke an der A59 bei Leverkusen-Rheindorf entdeckt. Eine Obduktion ergab, dass der Mann durch mehrere Kopfschläge gestorben war. Die Täter blieben zunächst jahrelang unentdeckt.
Nachdem moderne kriminaltechnische Untersuchungen zu neuen Ermittlungsansätzen geführt hatten, nahm die EG „Cold Cases“ der Kölner Polizei den Fall im Jahr 2022 erneut auf. Durch erweiterte DNA-Abgleichsmöglichkeiten geriet auch der nun Festgenommene ins Visier der Ermittler. Im Verlauf der Ermittlungen wurde im August 2024 ein damals 45-jähriger Tatverdächtiger in den Niederlanden festgenommen, der jedoch später aufgrund fehlender Haftgründe wieder freigelassen wurde. Ein weiterer Verdächtiger (damals 54), der international zur Fahndung ausgeschrieben war, war inzwischen verstorben.
Als dritter Beschuldigter geriet der 60-Jährige am vergangenen Samstag bei der Einreise aus Österreich gegen 22.20 Uhr in eine Grenzkontrolle der Bundespolizeiinspektion Passau an der A3 in der Nähe von Ruhstorf. Bei der Identitätsprüfung stellten die Beamten fest, dass der Mann aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Köln gesucht wurde. Er wurde festgenommen.
Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen und dem genauen Tatort dauern derweil an.
Weitere Pressemitteilung von damals:
https://koeln.polizei.nrw/artikel/getoetete-person-an-der-a-59-entdeckt-zeugen-gesucht
(bg/ts)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 im Jahr 2022 auf 443 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Davon waren 458 männliche Verdächtige und 60 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 596 männliche und 75 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








