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Phantomfrachtführer Betrug: Drei Festnahmen, Polizei sichert Lkw und Ladung

Die Polizei Köln hat drei Männer auf frischer Tat festgenommen, die einen Spediteur betrogen und Waren im Wert von mehr als 200.000 Euro erlangt haben.

Foto: Depositphotos

Köln (ost)

Am Abend des 2. Juli hat die Polizei Köln drei Männer im Alter von 42, 43 und 50 Jahren in einer Lagerhalle in Köln-Rodenkirchen auf frischer Tat festgenommen. Die Verdächtigen werden beschuldigt, einen Spediteur im Alter von 50 Jahren betrogen zu haben, um Waren im Wert von mehr als 200.000 Euro zu erlangen. Die Einsatzkräfte konfiszierten einen Lastwagen sowie über 200 Paletten mit Schreibwaren, Kosmetika und anderen Waren.

Vor zwei Wochen hatte der Spediteur aus Remscheid Anzeige erstattet, da eine Lieferung im Wert von 125.000 Euro nicht beim Kunden angekommen war.

Um weitere Taten aufzudecken, stattete der 50-jährige Unternehmer eine Lieferung mit einem GPS-Tracker aus. Als das Fahrzeug am Donnerstagabend unerwartet eine Lagerhalle an der Industriestraße in Köln-Rodenkirchen ansteuerte, informierte der Unternehmer sofort die Polizei. Die Einsatzkräfte überprüften die Lagerhalle und nahmen die drei Verdächtigen fest.

Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen sowie zu möglichen weiteren Beteiligten und Geschädigten, dauern an.

Das Vorgehen:

Auf digitalen Frachtenbörsen geben sich die Täter durch gefälschte Dokumente und gestohlene Identitäten als seriöse Transportunternehmen aus. Sobald sie den Zuschlag für einen Auftrag erhalten, holen sie die Ware – meist hochwertige Elektronik oder Konsumgüter – mit einem Lastwagen direkt am Lager ab. Da die Frachtpapiere täuschend echt wirken, übergeben die Logistikmitarbeiter die Fracht gutgläubig. Danach verschwinden die Betrüger mit der Ladung spurlos. (ja/ts)

Quelle: Presseportal

nf24