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PKS 2025: Polizei zieht Bilanz

Die Kriminalitätsstatistik im Märkischen Kreis zeigt leichte Steigerungen bei Straftaten und gesunkene Aufklärungsquote, bleibt aber auf hohem Niveau.

Foto: Depositphotos

Märkischer Kreis (ost)

Die Zahl der Straftaten im Märkischen Kreis ist leicht gestiegen, die Aufklärungsquote leicht gesunken, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Der Leitende Polizeidirektor Ralf Wagener und Kriminaldirektor Stefan Winkler stellten in Iserlohn die Zahlen der Kriminalitätsstatistik 2025 vor. Ein Vergleich mit den Landesdaten zeigt: „Im MK lässt es sich sehr sicher leben.“ So lautete das Fazit von Stefan Winkler, dem Leiter der märkischen Kriminalpolizei. Die Veränderungen sind in vielen Bereichen marginal, in anderen deutlich. Insgesamt wurden der Polizei im vergangenen Jahr fast 24.298 Straftaten gemeldet – das sind 441 mehr als im vergangenen Jahr. Die Aufklärungsquote sank minimal und liegt nun mit rund 56 % immer noch über dem Landesergebnis von 53,7 %. Im Bereich der Straßenkriminalität gab es zwar 58 Fälle mehr (2025: 5036). Raub und Körperverletzungsdelikte gingen jedoch zurück. 10.180 Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Der Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger liegt mit rund 31 Prozent weiter deutlich über dem Anteil an der Bevölkerung. Gesunken ist der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 21. 516-mal handelte es sich um Kinder, 906 Jugendliche rückten in den Fokus der Ermittler sowie 652 junge Erwachsene. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern, was aber auch auf eine gestiegene Sensibilität in der Bevölkerung zurückzuführen zu sein könnte und die Bereitschaft, Verdachtsfälle anzuzeigen. Nach Jahren sinkender Vorfälle ist die Zahl der Wohnungseinbrüche diesmal um 65 gestiegen auf nun 428. Rückgänge gab es bei Taschendiebstählen, die aber immer noch an der Tagesordnung sind: 470 Opfer meldeten sich bei der Polizei (-56). Die Polizei agiert in diesen Bereichen auch vorbeugend und sensibilisiert bzw. berät im Rahmen von Kampagnen wie „Riegel vor“ oder „Augen auf und Tasche zu“. Die Zahl der häuslichen Gewalten verharrt mit 1458 Anzeigen weiter auf hohem Niveau. Weiter nimmt die Zahl aus dem Bereich der Cybercrime zu. Die Polizei unterscheidet dabei Fälle, in denen Computertechnik genutzt wurde oder ob sich Straftaten, beispielsweise bei Hackerangriffen, direkt gegen die IT-Systeme richteten. Ein besonderes Augenmerk richtet die Polizei auf Straftaten zum Nachteil älterer Menschen im Zusammenhang mit betrügerischen Anrufen. Straftäter geben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus, schockieren ihre Opfer, indem sie in die Rolle der Tochter schlüpfen oder verlangen hohen Gebühren für angebliche Gewinnspiel-Preise. Der Schaden lag im vergangenen Jahr bei rund 330.000 Euro. In einem Fall erbeuteten die Täter bei einem Senior rund 70.000 Euro. Auch in diesem Bereich berät die Polizei.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 8213 gegenüber 7238 im Jahr 2022 deutlich höher war. Auch die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland im Jahr 2023, mit insgesamt 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 im Jahr 2022 auf 8126 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 im Jahr 2022 auf 7062 im Jahr 2023. Davon waren 4478 männliche Verdächtige und 2145 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen betrug 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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