Die Polizei Bielefeld nimmt erstmals am bundesweiten Tag des Einbruchschutzes teil. Kostenlose Gruppenberatungen und Vorträge zum Thema Einbruchschutz werden angeboten.
Polizei Bielefeld beim Tag des Einbruchschutzes beteiligt

Bielefeld (ost)
SR/Bielefeld – Erstmals in diesem Jahr beteiligt sich die Polizei Bielefeld am bundesweiten Tag des Einbruchschutzes der Kampagne K-Einbruch. Dieser wird am 25. Oktober zur Zeitumstellung unter dem Motto “Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit” stattfinden.
In der Einbruchschutz-Ausstellung der Polizei Bielefeld in der Markgrafenstraße 7, 33602 Bielefeld finden kostenlose Gruppenberatungen statt. Alle interessierten Bielefelderinnen und Bielefelder sind um 10:00 Uhr herzlich eingeladen, an der Veranstaltung der Einbruchschutzberater teilzunehmen.
Unser Fachberater Markus Herbort wird Ihnen in einem kurzweiligen Vortrag erklären, welche technischen Maßnahmen und Verhaltensweisen vor einem Einbruch schützen. Im Anschluss an den Vortrag haben Sie die Gelegenheit, selbst einmal ein Fenster auf unkonventionelle Weise zu öffnen. Zudem können Sie sich über mögliche Sicherungsmaßnahmen für Ihr eigenes Zuhause oder Ihre Firma informieren.
Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, 24.10.2026, um 16:00 Uhr telefonisch oder per E-Mail an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei Bedarf werden zusätzliche Termine angeboten. Anmeldung über die VHS: https://www.vhs-bielefeld.de/programm/kurs/Sicher-mit-dem-passenden-Einbruchschutz/2627773E8#inhalt
Nutzen Sie den Aktionstag, um Ihr Zuhause sicherer zu machen!
Statistik 2025:
Im Jahr 2025 gab es in Bielefeld einen positiven Trend bei den Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls. Es wurden 275 Fälle erfasst. In 42,9 Prozent der Fälle blieb es bei einem Einbruchsversuch. Die Aufklärungsquote von 25,1 Prozent war im Jahr 2025 die höchste der vergangenen zehn Jahre. Dies zeigt, dass die Präventions- und Netzwerkarbeit in Verbindung mit durchgeführten Beratungsgesprächen Wirkung zeigt. Insgesamt wurden 486 Wohnungseigentümer und Mieter zur Sicherung ihrer Wohnung gegen Einbrüche beraten.
Um Einbrüche zu verhindern, empfiehlt die Polizei Bielefeld:
Beachten Sie sicherheitsbewusstes Verhalten und verwenden Sie solide mechanische Sicherungstechnik (z.B. Schutzbeschläge und Zusatzschlösser), um Einbrechern Widerstand zu leisten.
Eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe, insbesondere bei längerer Abwesenheit, erhöht die Sicherheit und hilft gegen Einbrecher. Lassen Sie Wohnung oder Haus bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder andere “Haushüter” bewohnen oder bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen. Nutzen Sie auch bei kürzerer Abwesenheit Zeitschaltuhren für Beleuchtung. Informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheit und über den Einsatz von Zeitschaltuhren für Rollläden und Beleuchtung. Lassen Sie Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, die Bewohner seien nicht da.
Verzichten Sie darauf, Ihre Abwesenheit auf Ihrem Anrufbeantworter und in sozialen Netzwerken zu erwähnen.
Vergewissern Sie sich, dass Fenster, Balkon- und Terrassentüren geschlossen sind, auch wenn Sie nur kurz weggehen – denn gekippte Fenster sind offene Fenster. Nutzen Sie konsequent vorhandene technische Sicherungen. Eine nur ins Schloss gezogene Tür öffnet der Täter in Sekundenschnelle.
Halten Sie die Hauseingangstür in Mehrfamilienhäusern tagsüber geschlossen. Überprüfen Sie vor dem Öffnen des Türöffners, wer ins Haus will (zum Beispiel durch einen Blick aus dem Fenster). Lassen Sie nur Personen ein, die bekanntermaßen zu Ihnen wollen oder “ins Haus gehören”.
Um Wohnungseinbrüche effektiv aufzuklären und Einbrecher zu identifizieren, ist die Polizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Informieren Sie die Polizei bei verdächtigen Beobachtungen sofort über Notruf 110, insbesondere wenn Sie verdächtige Personen auf Ihrem Grundstück oder auf Nachbargrundstücken beobachten, die sich offensichtlich unberechtigt dort aufhalten. Wählen Sie auch den Notruf 110, wenn eine untypische Geräuschkulisse (Glasbruch, Splittern) auf einen Einbruch hindeutet. Jeder Hinweis hilft – wählen Sie den Notruf lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 im Jahr 2022 auf 3.616 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2.789 im Jahr 2022 und 3.069 im Jahr 2023. Von diesen Verdächtigen waren 2.344 männlich und 445 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2.614 männliche und 455 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 im Jahr 2022 auf 1.451 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Einbruchsfälle in Deutschland mit 27.061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt








