Ein 32-jähriger Mann wird beschuldigt, seinem Mitbewohner schwere Stichverletzungen zugefügt zu haben. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.
Polizei Bielefeld ermittelt nach Messerattacke in Herzebrock-Clarholz

Bielefeld (ost)
Ein 32-jähriger Mann aus Herzebrock-Clarholz wird beschuldigt, seinem Mitbewohner am frühen Samstag, 11.07.2026, schwere Stichverletzungen zugefügt zu haben. Die Ermittlungen wurden von einer Mordkommission aufgenommen.
Nach bisherigen Informationen kam es gegen 03:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung in einem Arbeiterwohnheim an der Rhedaer-Straße, bei der der 32-jährige Verdächtige seinem 25-jährigen Mitbewohner mit einem Messer Verletzungen am Bein und am Kopf zugefügt haben soll.
Der Angreifer soll sich dabei selbst verletzt haben.
Weitere Bewohner alarmierten die Polizei. Beamte aus Gütersloh suchten den Tatort auf und fanden einen schwer verletzten Mann, der vorläufig versorgt worden war. Sie leisteten Erste Hilfe und übergaben ihn den Rettungskräften.
In der Wohnung trafen die Polizisten auf den Beschuldigten, den sie vorübergehend festnahmen.
Beide Männer wurden zur Behandlung ihrer Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Anfangs war Lebensgefahr bei dem 32-Jährigen nicht ausgeschlossen. Sein Gesundheitszustand hat sich mittlerweile stabilisiert.
Aufgrund der Umstände der Tat hat eine Mordkommission der Polizei Bielefeld die Ermittlungen aufgenommen. Gemeinsam mit Kriminalbeamten aus Gütersloh untersuchen sie den Tathergang und das Motiv.
Der Verdächtige mit rumänischer Staatsangehörigkeit wurde am Montag, 13.07.2026, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen wegen schwerer Körperverletzung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle aufgezeichnet, während es 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige, im Vergleich zu 458 im Jahr 2022. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg ebenfalls von 60 auf 75. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023 anstieg. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








