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Polizei Bielefeld, Mordkommission ermittelt in Bielefeld

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem ein 23-Jähriger seinen Mitbewohner verletzt haben soll.

Foto: Depositphotos

Bielefeld (ost)

HC/ Bielefeld- Mitte- Gemäß den aktuellen Informationen soll am Abend des Montags, 08.06.2026, ein 23-jähriger Mann seinen Mitbewohner mit einem Messer verletzt haben. Die Ermittlungen wurden von einer Mordkommission aufgenommen.

Einwohner des Studentenwohnheims in der Wertherstraße meldeten gegen 21:00 Uhr der Polizeileitstelle Bielefeld einen lauten Streit zwischen zwei Studenten in einer Wohnung. Die Polizeibeamten trafen am Tatort auf einen verletzten 26-Jährigen, der von Rettungskräften versorgt wurde, und seinen 23-jährigen Mitbewohner. Laut ersten Erkenntnissen griff der 23-jährige Beschuldigte, indischer Staatsbürger, den 26-Jährigen mit einem Messer an, woraufhin es zu einem Kampf kam. Die Schreie des Opfers alarmierten die Hausbewohner, die die Polizei informierten. Der 26-Jährige erlitt schwere Verletzungen, die aufgrund des hohen Blutverlustes lebensbedrohlich gewesen sein sollen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, um stationär behandelt zu werden. Die Polizei nahm den leicht verletzten 23-jährigen Verdächtigen vorläufig fest.

Die Kriminalbeamten sicherten daraufhin die Spuren am Tatort. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und dem genauen Ablauf dauern an. Eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Moritz Rawe wurde von der Bielefelder Polizei eingesetzt.

Am Nachmittag des 09.06.2026 ordnete eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Bielefeld die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 206 auf 310. Im Vergleich zu der Region in Nordrhein-Westfalen mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen insgesamt mit einem Anstieg der Mordraten konfrontiert ist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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