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Polizei Dortmund im Gast-Haus

Die Polizei Dortmund bietet Rollatortraining für Obdachlose an, um Stürze zu verhindern und Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Foto: unsplash

Dortmund (ost)

Das Gast-Haus an der Rheinischen Straße in Dortmund unterstützt täglich bedürftige Bürger. Das Frühstück mit bis zu 400 Kontakten, die Kleiderausgabe, medizinische Hilfe, Gruppenangebote, das Frauencafé und menschliche Nähe sind für die Gäste an diesem besonderen Ort im Unionviertel unverzichtbar geworden.

Nach einem intensiven Erfahrungsaustausch in Schulungen des Gast-Hauses für die Polizei in Dortmund arbeiten beide Organisationen eng zusammen, um Präventionsangebote gezielt für Obdachlose, Wohnungslose und Menschen in prekären Lebenslagen umzusetzen. Seit Mai 2026 arbeitet das Gast-Haus in Zusammenarbeit mit der Polizei und 18 zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Die Verkehrsunfallprävention der Polizei führte am 17. August 2026 im Gast-Haus ein Rollatortraining durch. Die Gäste des Gast-Hauses sind auch auf Mobilitätshilfen wie Rollatoren und Rollstühle angewiesen. Das Training konzentrierte sich auf die richtigen Handgriffe und den sicheren Umgang mit den Gehhilfen.

Um Stürze zu verhindern, ist das Rollatortraining wichtig, insbesondere für Wohnungslose und Obdachlose. Nach einem Krankenhausaufenthalt werden sie oft auf die Straße entlassen. Das Training hilft den Betroffenen, Hindernisse zu überwinden und sicher zu gehen, ohne zu stürzen. Dadurch gewinnen sie Sicherheit und können an den Angeboten des Gast-Hauses teilnehmen.

Während des Rollatortrainings herrschte eine fröhliche Atmosphäre. Die Polizeihauptkommissarinnen Irina Meier, Katharina Schwarz und Renate Wesendonk erlebten aufgeschlossene und dankbare Menschen. Ein Teilnehmer berichtete von täglichen Anfeindungen als Wohnungsloser auf der Straße. Er lobte die Polizei für das Rollatortraining: “So spricht sonst keiner mit uns.”

Eine Woche später trafen zwölf Frauen um 10 Uhr im Frauencafé in der ersten Etage des Gast-Hauses ein. Das Frauencafé bietet ihnen einen sicheren Ort für vertrauliche Gespräche mit der Polizei. Die Frauen teilten ihre Erfahrungen, geprägt von Armut, Unsicherheit und Straftaten, die oft nicht gemeldet werden.

Das Gespräch im Frauencafé sollte das Vertrauen in die Polizei stärken, damit Straftaten gemeldet werden und sich nicht wiederholen. Die Polizei ist für die Sicherheit aller Menschen zuständig, unabhängig von ihrem Wohnsitz. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen.

Nach zweieinhalb Stunden wurden die schweren Themen beiseite gelegt. Das Gast-Haus und die Polizei bereiteten ein Drei-Gänge-Menü für die Frauen zu. Wie beim Rollatortraining wurde auch im Frauencafé viel gelacht. Eine Mitarbeiterin des Gast-Hauses sagte: “Wir können hier nicht die Welt retten, aber schöne Momente schaffen.”

Die Polizei setzt die Gespräche im Frauencafé fort und bietet weiterhin Rollatortrainings an, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen und das Vertrauen in die Polizei zu stärken. Seit August 2024 verfolgt das Sachgebiet für Dialog und Vertrauensförderung dieses Ziel mit einer vielfältigen Gesellschaft.

Quelle: Presseportal

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